· 

Rennbericht Richmond UCI Reverse

ZWIFT Racing League | WTRL - Race 7/8 (C)

22.02.2022

RichmondRichmond UCI Reverse (Strecke 2015)

Teamzeitfahren: 5/10

Das Rennen in Richmond wird als ein Teamzeitfahren durchgeführt, mein erstes Teamzeitfahren. Der Kurs ist sehr anspruchsvoll und mit drei anstrengenden Steigungen gespickt, von denen zwei länger sind, einer der beiden dazu an einigen Stellen 17% Steigung.

Ein Teamzeitfahren unterscheidet sich grundsätzlich von einem Punkterennen. Hierbei ist man nur mit dem Team von höchsten 6 Fahrern in einem Feld unterwegs. Das Ziel ist das Überfahren der Ziellinie von mindestens 4 Fahrern, wobei die Zeit des 4. Fahrers diejenige ist, die gewertet wird. 


Ich hatte eigentlich schon befürchtet, dass es anstrengend werden wird. Der Kurs in Richmond ist wie gesagt, äußerst anspruchsvoll. 

Endlich fiel der Startschuss und es ging in die erste Runde. In dieser Runde fiel ein Fahrer nach hinten raus, so dass wir das Zeitfahren mit 5 Fahrern fortsetzen. Neben den Steigungen, die maximale Kraft forderten, musste jeder der Fahrer regelmäßig in den Wind, die anderen 4 Fahrer konnten den Windschatten nutzen. Ich hatte mich noch nie so auf den Windschatten gefreut. Die erste Runde wurde mit 25 Minuten gefahren. Super Leistung von allen RuhrRidern
In der zweiten Runde bemerkte ich leider schon beim ersten Anstieg, dass es schwer werden wird. Und schon beim zweiten Anstieg (in der zweiten Runde) fiel ich hinten raus. Downhill liegt mir deutlich besser 😎.

Wir vereinbarten über den Team-Funk 💡, dass die vorderen vier Fahrer weiter fahren und nicht auf mich warten. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team satte 12 Sekunden Vorsprung auf unseren stärksten und schärfsten Konkurrenten, Team EVO. Diese 12 Sekunden wollten wir alle sichern. Ich fuhr nun nicht mehr am Limit, aber immer noch zügig.


Irgendwann hörte ich über den Teamfunk (O-Ton "So eine Schei..."), dass einer der vier vorderen Fahrer der RuhrRiders Verbindungsprobleme hatte und von der Technik aus dem Rennen "befördert" wurde 🤬. So ein Mist. Plötzlich war ich nun der vierte Fahrer 🤢. 
Also alles was irgendwie ging, aber alleine 🚲. Und ohne Windschatten 💨.

Gott sei Dank hatte ich alle Steigungen hinter mir.

Mit 36-39 Sachen über die Ebene in Richtung Ziel . Das waren lange 5 km. Der satte Vorsprung hatte sich von einer Sekunde zur anderen im Nichts aufgelöst. Die tolle Leistung der vier besten Fahrer war dahin. Zum Ko...

Auf der gefühlt letzten Rille 🥵 kam ich ins Ziel. Downhill liegt mir deutlich besser. 

Es war eine Entscheidung im Team die vier Fahrer zu schicken. Diese tragen wir als Team, auch wenn die Folgen frustrierend waren. Letztendlich war es eine wertvolle Erfahrung für die Zukunft.

Wenn Ihr Euch einen Eindruck von einem solchen Rennen verschaffen wollt, dann empfehle ich Euch dieses Rennen der Kategorie A-Fahrer als Videostream bei YouTube im e-Cycling TV Germany zu schauen. Dort sind die Anstiege gut zu sehen, auch die verschiedenen Taktiken der Teams werden erläutert. 

Oder alternativ könnt Ihr Euch das Rennen der Kategorie C-Fahrer von I. Schörgenhummer als Videostream bei YouTube aus einer Sicht im vorderen Bereich anschauen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0