In den vergangenen Monaten habe ich mich mit einem "Trend" im Radsport, nämlich mit dem Thema "Heißwachs für die Kette", beschäftigt 🧐. Ich wollte herausfinden, ob es sich hierbei tatsächlich nur um einen Trend handelt oder um ein Upgrade im Radsport. Ich selbst bin immer an Neuerungen oder neuen Techniken interessiert. Vor allem dann, wenn ich für mich einen Nutzen erkenne.
Nach dem Kauf meines Aeroad im Oktober 2018 hatte ich zB die Umrüstung der Laufräder von Butyl-Schläuchen auf tubeless-Laufräder getestet. Und dabei viele Dinge ausprobiert, von verschiedenen Ventilen angefangen bis hin zum Reifen. Die Themen "Ventil" & "Schläuche" werde ich noch einmal aufgreifen.
Letztlich hat tubeless mit genau einem Laufrad nicht funktioniert. Ich weiß bis heute nicht, warum es nicht funktionierte. Dazu habe ich erkannt, dass ich mir im Falle einer Panne mit tubeless-Rädern nicht selbst helfen kann. Zu guter Letzt ist das Handling mit Dichtmilch eine Sauerei, das jährliche Säubern der Laufrädern von den Resten der verwendeten Dichtmilch ist so aufwändig, dass ich letztlich von tubeless auf TPU-Schläuche umgestiegen bin. Der Hauptgrund war die höhere Pannensicherheit von TPU, vergleichbar mit Tubeless, aber mit der Option, die Panne selbst beheben zu können. TPU-Schläuche sind zwar teurer als Schläuche aus Butyl, aber deutlich haltbarer.
Der "Trend" tubeless ist also nichts für mich.
Im November 2024 habe ich mir ein neues Canyon Ultimate gekauft. Mir war vor allem wichtig ein Rad zu bekommen, welches dem aktuellen Stand der Technik entspricht: 12fach Schaltung, Leistungsmesser an der Kurbel, die neuste Version einer elektronische Schaltung, und alle Komponenten bitte und natürlich auf Ultegra-Standard. Jaha, ich weiß, dass die Austattung mit 105er Komponenten auch gut ist 😎
Wenn ich an Rad am Ring denke, fallen mir sofort die endgeilen Abfahrten 🚲💨💨💨 ein. Die Abfahrten 〽️ sind schnell, dynamisch und aufregend. Meine jemals gemessene Höchstgeschwindigkeit beträgt 94,8 km/h 🏁, wobei die APP Komoot sogar 102 km/h bei dem diesjährigen Rennen gemessen haben will.
Um die Schallmauer 100 km/h zu knacken, muss ich in den Unterlenker, aber das traue 😱 ich mich doch nicht.
Bei Rad am Ring "darf" ich auf den ersten 11 km des Kurses zunächst in die Abfahrten. Über Hocheichen, Flugplatz 🛬 und Schwedenkreuz erreiche ich schnell die Fuchsröhre als Hochgeschwindigkeitspassage 🚀, weiter über Kallenhard und Ex-Mühle ins Bergwerk zum tiefsten Punkt der Runde. Dieser Teil der Runde ist sehr dynamisch, da die Streckenführung kontinuierlich und kurvenreich abwärts führt.
Ab dem Bergwerk folgt der anstrengendste Teil der Runde, der ca. 4 km lange Aufstieg ⛰️ zur Hohen Acht, mit sehr steilen Passagen, es werden bis zu 18% Steigung angegeben.
Anschließend geht es sehr wellig und hügelig über Brünnchen, Pflanzgarten und Schwalbenschwanz über Döttinger Höhe zurück zu Start und Ziel.
Weiter zeichnet Rad am Ring eine der größten Ausstellungen zum Thema Radsport aus. Hier ist immer viel los und natürlich auch einiges zu entdecken. Wer mag, kann sich auf der Expo von Rad am Ring von Kopf bis Fuß ausstatten.
Das leibliche Wohl kommt hier natürlich auch nicht zu kurz, über Nahrungsergänzungsmittel bis hin zur Bratwurstbude ist alles dabei.
In diesem Jahr habe ich mich mit einem Teamkollegen der Ruhrriders verabredet 😃. Ja, genau mit diesem Mitstreiter, ich nenne ihn mal Thorsten, habe ich mich auch schon in Frankfurt getroffen. Thorsten war in diesem Jahr Teil eines 4er-Teams und nahm am 24-Stunden-Rennen teil.
Bis zum Start suchte ich die Parzelle von Thorsten und seinem Team auf und konnte mit ihm und anderen ein wenig über Radsport "fachsimpeln".
Rund um Köln habe ich im vergangenen Jahr urlaubsbedingt ausfallen lassen müssen. Daher habe ich dieses Jahr besonders auf das Ereignis gefreut. Und natürlich war ich gespannt. Gespannt auf die neue Streckenführung, gespannt auf das neue Konzept der Expo mit der Startnummernausgabe.
Dann, endlich kam der Tag der Startnummernausgabe. So ganz anders war die Expo nicht, nur die Anordnung der Aussteller wurde gegenüber der vorherigen Jahre verändert.
Egal, schön war es dennoch.
Neben meiner personalisierten Startnummer, die Nummer von vor zwei Jahren war leider nicht frei, habe ich auf der Expo den Schlauch meines hinteren Laufrades bei Schwalbe "ausgetauscht" (Butyl gegen Aerothan) und mich dort exklusiv nach dem neuen Ventilsystem "Clik Valve" erkundigt.
Auch habe ich ein schönes neues Trikottäschchen gefunden. Die netten Damen von "Kunst us Kölle" betrieben einen schönen Stand mit allerlei kleinen und interessanten Objekten, u.a. auch aus alten Schläuchen hergestellte kleine Taschen. Diese passen perfekt in die Trikottasche und schützen wichtige Dinge, wie Schlüssel oder Geldscheine vor Feuchtigkeit.
Leckeren Kaffee gab es natürlich auch.
Das Jahr 2024 lief bis zu dem Rennen in Eschborn trainingsmäßig sehr schlecht. Zum Zeitpunkt der Finalläufe in der Zwift Racing League Anfang April fing ich mir eine schwere Erkältung ein, die mich zu einer zweiwöchigen Pause zwang. Anschließend fand ich kaum Zeit, um mich ein wenig auf Eschborn vorzubereiten. Ich fühlte mich insgesamt sehr schlecht vorbereitet. Und dabei hatte ich mir vorgenommen, den "Mammolshainer" zu fahren.
In Eschborn war ich, wie im Vorjahr, mit einem Teamkameraden der Ruhrriders, "The Snail", verabredet. Dieser checkte zusammen mit seiner Frau unmittelbar vor mir im Hotel ein.
Nach einem schönen gemeinsamen Abend bei unserem "Lieblingsspanier" in Frankfurt, stand ich am nächsten Morgen am Start.
Allein die Anzahl der Starter war deutlich zu merken. Nach Angaben des Veranstalters war dieser mit 8000 Teilnehmern an der Belastungsgrenze angekommen. Er bezeichnete das Rennen als "ausverkauft". Im Startblock selbst war kein Platz frei, obwohl ich mich früh genug zum Startblock begeben habe.
Nach dem Start fuhren wir entsprechend langsam zur Startlinie und auf die Rennstrecke. Nach der Auffahrt auf die nahe gelegene Bundesstraße Richtung Frankfurt ging es doch recht zügig in Richtung Bankenviertel. Erstaunlicherweise konnte ich gut mithalten.
23.01.2024
Watopia, Ocean Lava Cliffside Loop
ZwiftPower: 19/51
Ein Rennen wie geschaffen für mich. 😀
Nach dem Start ging es überraschend entspannt in Richtung Volcano 🌋. Dort um den Vulkan herum in Richtung Italien 🇮🇹. In der folgenden Gravel-Rampe wurden die
ersten leichten Angriffe gesetzt. Die setzte sich in den folgenden zwei Straßenrampen fort. Dennoch blieb das Hauptfeld ca. 50 Mann stark. Allerdings wurden die ersten Löcher zugefahren, dies war
am Monitor gut zu erkennen.
Bei der anschließenden Abfahrt 🚀 und folgenden Anfahrt zum Anstieg wurde das Hauptfeld wieder bei verhaltener Fahrt komplettiert.
Rad am Ring kann ich mit wenigen Worten beschreiben: mitreißend 🤩 und mega anstrengend 😵💫.
Eine Runde auf der Nordschleife sind ungefähr 25 km. Davon sind gefühlt 23 km entweder mit Gefälle ↘️ oder Steigung ↗️. Und das richtig. Um die 7 - 10 Prozent. Dazwischen gibt es nix oder nur
sehr wenig. Vielleicht die Start- und Zielgerade oder ein kleiner Teil nach der Fuchsröhre.
Vor dem Rennen war ich mit den Teilnehmern des RuhrRider-Team C2 "verabredet", vor allem mit Thorsten Neugebauer [R2] und Jens-Uwe K. @moppel.macht.mobil .
Ich wusste, dass auch Tobias Jung [RC Dynamo Ruhr] dabei
sein sollte und ein weiterer Ruhrrider, den bis gestern noch nicht kannte. Jungs, es hat Spaß 😁 gemacht, Euch zu treffen, Thorsten Neugebauer [R2] wünsche
ich weiterhin gute Besserung.
Nach Empfang der Startnummer machte ich mich erfolgreich auf die Suche nach dem Platz EE 015 🚐🏕️🚲, der sehr versteckt lag. Beeindruckend, nachdem mir die logistische und organisatorische Arbeit
klar wurde.
Nach ein paar dummen Sprüchen und netten Unterhaltungen machte ich mich auf den Weg zum Startblock 🏁.
Ein sooooo schönes Rennen bei fantastischem Wetter ☀️. So lässt sich das Rennen mit einem Satz beschreiben.
Im Vorfeld bestand auch bei der Zwift Racing Community der RuhrRiders großes Interesse an einer Teilnahme bei Rund um Köln. Bereits im Vorjahr war ich mit zwei RuhrRiders gemeinsam auf der Strecke, dieses Jahr hatten sich sagenhaft 8 RuhrRiders 👍🏻 (www.ruhrriders.de) angemeldet, von denen 5 am Renntag an der Startlinie standen. Leider standen wir in unterschiedlichen Startblöcken. Jeder wollte tatsächlich auch in seiner "Leistungsklasse" starten. Für mich hätte es drei Blöcke zurück bedeutet, das wollte ich nicht.
Vor dem Rennen gab es ein wenig Aufregung wegen einer Baustelle 🚧 auf der Anfahrt zum Schloss Bensberg 🏰. Sehr enge Streckenführung gepaart mit tiefen Baugruben. Ich hielt es auch für sehr gefährlich und nahm mir vor, mich vor dieser Stelle vernünftig zu positionieren.
Nach dem Start ging es sehr schnell los 💨💨💨. Ich befand mich mitten im B-Block, fand aber schnell den Anschluss an eine der vorderen Gruppen. Nach der Kalker Durchfahrt kam es unmittelbar nach der langen Unterführung auf der Olpener Str in Köln-Höhenberg zu einen Massensturz. Ich konnte gerade noch bremsen und ausweichen. Dadurch fuhr der vordere Teil der Gruppe ungebremst weiter, ich musste mit anderen um den Unfall herum und aus dem Stand neu starten. So war der Anschluss früh verloren.
Dieses Jahr sollte ich nicht allein an den Start gehen. Mein Teamkollege "The Snail" 😎 des C2-Teams, ebenfalls ein #RuhrRider, wollte ebenfalls in Eschborn-Frankfurt starten, also verabredeten wir uns kurzer Hand in Eschborn. Wir beide waren nach mehreren Corona-Infektionen in den vergangenen Monaten sehr skeptisch in Bezug auf unser Leistungsvermögen 🥵.
Nach einem angenehmen Abend 🇪🇸 in Frankfurt ging es am Morgen des 01. Mai bei fast warmen 10 Grad auf die Strecke in Richtung Frankfurter Bankenviertel 🏙️.
"The Snail" blieb bis Frankfurt an meiner Seite, gab mir dann aber das "Go" für mein eigenes Tempo. Nach Verlassen der Stadt in Richtung Oberursel konnte ich meinen Teamkameraden nicht mehr
entdecken, daher fuhr ich ab diesem Zeitpunkt in dem mir eigenen Tempo und konnte mehrere Gruppen nach vorne "springen".
11.01.2023
Makuri, Chain Chomper
ZwiftPower: 41/71
Man, war das hart. Bergrennen sind so gar nicht mein Ding 🥵. Dann noch der Bike Swap, welcher nicht so gut funktioniert hat. Frustrierend. 😤
Ich habe dieses Rennen schon einmal erfolgreich auf Platz 5 absolviert, allerdings nur mit insgesamt 2 Anstiegen, statt der nun auf dem Programm stehenden vier
Anstiege.
Ich konnte kurzfristig bei diesem Rennen starten, dementsprechend wenig Gedanken machte ich mir zur Radwahl 🙈.
24.01.2023
Innsbruck, Innsbruckring
ZwiftPower: 29/73
Was haben wir uns im Team Gedanken 🤔 zu den neuen "segment battle points" (SBP) gemacht, die als neues, leistungsgerechteres Maß für die sportliche Aktivität eingeführt werden sollten. Die Segmentpunkte wurden vollmundig angekündigt... und? Nix ist mit der neuen Wertung. WTRL bedauert....
Naja, dass das Rennen ein Kampf 🥊 werden sollte war allen Fahrern im Vorfeld klar. Aber so hart...? Boah.
Der Innsbruckring ist eine ca. 9 km lange Runde durch den Innenstadtbereich von Innsbruck. Diese Runde kann auch ganz real im richtigen Leben befahren werden 🚲. Auf diesen 9 km gibt es einen 450 m langen Anstieg mit durchschnittlichen knappen 7% Steigung, den sogenannten "Leg Snapper" 🦵🏻. Der halbe Kilometer ist sooooo anstrengend 🥵, da er regelrecht hoch gesprintet wird. Meine Bestzeit liegt nun bei 50 sec, was nicht schlecht ist. Unmittelbar nach dem Anstieg folgt eine kurze Abfahrt mit einem kleinem Kicker und dann ein Sprint 💨💨💨 im folgenden Segment, dem Innsbruck Sprint. Nach diesem Anstieg kann man sich nicht erholen und kommt zu schnell zum Sprintsegment. Es zerlegt jeden Radfahrer 🤢 regelrecht. In der Folge geht es flach zu Start und Ziel.
Nach dem Start ging es sehr schnell los, gefühlt im Tempo eines guten B-Blocks. Mit 45 bis 50 Sachen hämmerten wir virtuell durch Innsbruck in Richtung "Leg Snapper". Nach 5 km kommen wir als sehr große Gruppe mit 50 Fahrern am Fuße des Snappers an und los geht es. Ich komme als 13. über die Kuppe (so ein Ärger 😤, keinen Punkt im Segment erkämpft). Aber 5 Ruhrriders sind in den TopTen 🏆. Ich weiß allerdings nicht aus welchem Team.
Nach dem Anstieg geht es nach kurzem "Drüberziehen" hinab, ich muss Gas geben, um den Anschluss nicht zu verlieren. Kurz vor dem Sprint ist Anschluss hergestellt und direkt Vollgas auf den kommenden 350 m. Als neunter schaffe ich es durch den Bogen. Yeah 🎉. Das werden meine einzige Punkte in einem Segment sein. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es die SBP nicht geben wird. Aber 4 weitere Ruhrriders liegen noch vor mir in den TopTen 🏆. Läuft also...
Die Führungsgruppe ist in Runde 2 bis zum Leg Snapper merklich geschrumpft. Nur noch 30 Fahrer mit dabei. Hoch bis zur Kotzgrenze 🤮. Ich muss reißen lassen, mir fehlt die Kraft 💪🏻 und die Luft 🫁. Aber 4 Ruhrriders haben es in die TopTen 🏆 geschafft, ein Ruhrrider kommt sogar auf Platz 1 🎖️ in Runde 2 über die Linie. Die Runde 1 hat alles von mir abverlangt. Permanent über der Schwelle waren meine kleiner gewordenen "Tanks" inzwischen leer.
... hat Zwift NICHT gesagt, aber bestimmt gemeint.
Wer mich kennt, weiß um meine sehr große Begeisterung für die Trainingsplattform Zwift. Mit dieser Plattform trainiere ich seit vielen Jahren (seit 2018), von Langeweile keine Spur. Zumindest habe ich sie in der kalten Jahreszeit des Winters nicht.
Vor 2018 habe ich verschiedene Trainingsplattformen für das Indoor-Cycling oder auch virtuelles Radfahren ausprobiert. Angefangen von Tacx-Videos in den ersten Monaten meiner Indoor-Karriere, über Rouvy und BKool bin ich letzten Endes von Zwift wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten überzeugt worden.
Zwift bietet mit seiner Trainingsplattform eine ungeahnte Tiefe: über das einfache Radfahren in virtuellen Welten wie Watopia, Makuri Islands oder das futuristische New York können auch real existierende Kursabschnitte von vergangenen Weltmeisterschaften im Radsport "befahren" werden: Innsbruck, London, Yorkshire, Richmond oder Glasgow stehen hier nur beispielhaft. Wobei die Betonung auf Abschnitte der (Original-) Kurse liegt.
Weiterhin gibt es Gruppenfahrten in verschiedenen Leistungsbereichen, Trainings oder ganze Trainingpläne mit verschiedenen Zielsetzungen, sogar das Erstellen eigener Trainingpläne wird angeboten. Der Sportler kann an einzelnen Rennen, an Rennserien und an über Wochen ausgelegte Wettkämpfen teilnehmen. Treffen mit real existierenden Sportlern in der virtuellen Welt von Zwift ist ebenfalls möglich (sogenanntes MeetUp).
Durch das virtuelle Radfahren können über den "Drop Shop" (Schweißtropfen-Shop) verschiedene Räder (es sind virtuelle Räder aller renommierten Hersteller erhältlich, vermeintlich gute Räder kosten ein wenig mehr Schweiß als andere) erworben werden, die Rädern werden durch bis zu 5 Upgrades verbessert, in Kombination mit Bewältigung verschiedener "Missionen" können sogar ganz besondere Räder erworben werden. Und während des Radfahrens kann in manchen Situationen das gerade zur Verfügung stehende "PowerUp" nützlich sein. Upgrades und PowerUps sind aber auch Elemente, die der Plattform Zwift Gaming-Momente einhaucht.
Strecken werden kontinuierlich erweitert und der virtuellen Welt hinzugefügt. Inzwischen gibt es gefühlt tausend von Kilometern, die abgefahren werden können. Allein in Watopia gibt es verschiedene Bereiche: Watopia, Desert Flats, Titan's Grove, Vulcano, Jungle, Epic KOM, Little Italy, Jarvais Island, Southern Coast, Majans World.
Einziger Wermutstropfen sind die Kosten: Zwift kostet im Monat 20,- Euro oder 200,- Euro bei einem Jahresabo.
Zu Zwift gibt es natürliche umfangreiche Hilfen, die kreuz und quer im Web zu finden sind. Die bekanntesten Websites sind: Zwift Insider, Zwiften.de, ZwiftHacks (der letzte Eintrag erfolgte im Dez 2024), Zwifter Bikes und natürlich Youtube.
Aber ich will gar nicht ein Loblied auf Zwift singen, sondern auf Hardware hinweisen, die nützlich ist, um Zwift zu nutzen. Oben wollte ich kurz (ist mir nicht wirklich gelungen) den sehr großen Umfang von Zwift beschreiben, eigentlich nur mit dem Verweis, dass die Plattform permanent weiterentwickelt wird.
Zwift hat dazu auch Hardware entwickelt, die allein für die Nutzung von Zwift oder Navigation in Zwift sehr hilfreich sind. Zum Beispiel Zwift:Play oder Zwift:Cog & Click.
Ich hatte mir im Jahr 2019 den Smarttrainer Tacx Flux 2 gekauft, der mir bis heute sehr gute Dienste geleistet hat und aktuell bei meinem Sohn und seiner Freundin im Einsatz ist.
Seit Sommer 2024 bietet Zwift in seinem Portfolio einen Smartrahmen, der zusammen mit dem Wahoo Kickr Core 2 angeboten wird.
Der von Zwift entwickelte Smartrahmen hat mir sofort sehr gefallen. Den einzigen Nachteil, den dieser Rahmen bietet: er kann mit seiner vollständigen Funktionalität ausschließlich mit der Trainingsplattform Zwift benutzt werden. Die Nutzung des Zwift:Cog auf anderen Plattformen funktioniert nur bedingt und auch nur mit zusätzlicher Software, die nicht "freigegeben" wurde. Aber wie Ihr an meiner Begeisterung für Zwift erkannt habt, ist dies für mich kein wirklicher Nachteil.
Kurzum: das Zwift:Bike wurde bestellt und keine zwei Tage später war das Teil bei mir zu Hause. Als hätte ein Fahrzeug mit laufendem Motor in einer niederländischen Halle gestanden und mit meinem Klick auf den Button "Kaufen" losgebraust. Unfassbar, wie schnell die drei Pakete bei mir waren. Und die Pakete waren schwer: insgesamt 45 kg. Klar, ein Trainer hat sein Gewicht, aber der Smartrahmen des Zwift:Bike ist purer Stahl. 22 Kilogramm schwer, aber auch wertig, das war mein erster Eindruck.
Es war tatsächlich ein Akt, den schweren Smartrahmen des Zwift:Bike aus dem Karton zu hieven. Dies wurde durch die Höhe des Paketes und durch das Gewicht des Rahmens erschwert. Das Rad wirkt aber sehr durchdacht. Das Konzept sieht vor, dass mehrere Personen das Rad durch wenige Handgriffe jeweils personalisieren können. Dies ist mit dem mitgelieferten "magnetischen" Imbusschlüssel tatsächlich schnell zu erreichen. Sattelhöhe und Reach verändern, fertig. Zumindest für viele Fälle. Die Position des Sattels in horizontaler Ebene ist auch möglich, viele kommen aber mit dem Standard zurecht.
Ich konnte das Zwift:Bike an meine Bike-Fitting-Daten anpassen.
Die Kette war bereits am Zwift:Bike montiert, leider vorgefettet. Wer wissen möchte, welche Kette von Zwift benutzt wird, kann sich hier gerne bei mir melden.
Nach dem Aufbau und Einstellen Zwift:Bike kam die "Jungfernfahrt" mit dem Rahmen. Der Start war des Trainers und der Trainingsplattform klappten unspektakulär und unauffällig. Zwift erkannte meine Geräte sofort, die Verbindung erfolgte unmittelbar und ist bis heute sehr stabil.
Das Herzstück des Zwift:Bike ist das Cockpit, mit welchem in Zwift navigiert wird und natürlich die virtuelle Schaltung betätigt wird.
In Zwift selbst kann die Schaltlogik und auch die Übersetzung bestimmt werden.
Bei der Schaltlogik entscheide ich mich für die gewohnte Shimano-Logik (Variante A). Diese funktioniert tatsächlich genauso, wie an meinem Ultimate CF SL 8 Di2 und an allen anderen Rädern. Ich schalte mit dem rechten Handgriff mit der unteren Taste in eine größere Übersetzung (schwererer Gang) und mit der oberen Taste in eine kleinere Übersetzung (leichterer Gang). Der linke Handgriff verfügt natürlich auch über diese Schalttasten. Wobei Übersetzung tatsächlich nur fakultativ gemeint ist.
Die Schaltflächen der Taster hätte ich mir deutlich stärker mit unterschiedlichen Strukturen profiliert gewünscht.
Die Variante B tauscht die Funktionen der Schalttaster.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die SRAM-Logik an der Schaltung einzustellen. Also rechts schalten für eine schwerere Einstellung, links für eine leichtere Einstellung.
Nun kam die Wahl der Übersetzung. Hier bestehen bislang vier Möglichkeiten:
1. "Mixed Terrain" (1x24),
2. "Flach" (53/39 vorne, 10-28 hinten)
3. "Allrounder" (48/35 vorne, 10-33 hinten) oder
4. "Climbing" (43/30 vorne, 10-36 hinten)
gewählt werden.
Als Shimano-Fahrer finde ich keine von
Shimano angebotenen Übersetzungen. Allein die Kassette mit einem 10er Ritzel zu beginnen, spreizt die zur Verfügung stehenden Gänge unnötig weit.
Die zur Verfügung stehen Übersetzungen passen nicht zu meinen real genutzten Übersetzungen. Die vorgegebenen Übersetzungen sind absolut SRAM-lastig.
Ich nutze an meinen Rädern 52/36 sowie eine 11/30 oder 11/34.
Damit komme ich überall super zurecht und die Abstufungen sind wie für mich gemacht.
Aktuell habe ich mich für Mixed Terrain entschieden, da die 24 Gänge hintereinander zur Verfügung stehen. Tatsächlich benötige ich bislang nur 6 bis 8 Gänge. Die Abstufungen sind schon ein wenig groß. Insbesondere beim Training fällt es mir auf, im Rennen gar nicht so sehr und die großen Sprünge sind weniger störend.
Ich würde mir wünschen, dass ich in Zwift selbst Übersetzungen gestalten oder aus einer größeren Auswahl wählen kann. Hier würde ich eine Übersetzung anstreben, bei der die Gangsprünge viel kleiner sind und besser zu mir passen.
Das würde insgesamt dem Konzept des Zwift:Bike konsequenter folgen.
Das eigentliche virtuelle Schalten ist super: sofort und unmittelbar, aber angenehm und weich. Das Schalten ist auch unter Volllast möglich.
Beim Fahren ist es sehr erstaunlich, wie leise die Kette ist. Sie ist fast nicht zu hören.
Zu guter Letzt verstehe ich die Auswahl der gelieferten Kurbellänge, 170 mm, nicht. Mein Standard (und der von 80% aller männlichen Fahrer) ist eine Länge von 172,5 mm. Räder unter der Größe S oder 50 werden mit einer kürzeren Kurbel geliefert. Die Körpergröße beträgt in diesen Fällen nicht mehr als 170 cm.
Das Fahren mit dem Zwift:Bike ist klasse und insgesamt realitätsnah. Das Fahren mit dem Rahmen funktioniert wie auf einem "richtigen" Rad, nur die kürzere Kurbellänge ist ein wenig störend. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir den variablen Kurbelarm zulegen soll. Ich werde noch ein wenig fahren.
Das Schalten funktioniert, die Navigation über die zum Teil bunten Schaltflächen (für das Gaming-Feeling) des Zwift:Ride ist komfortabel und in vielen Dingen auch nützlich. Ich brauche nun auch nicht mehr auf dem Tablet herumtippen.
Das Lenken mit den Handgriffen muss geübt werden, es ist nicht intuitiv. Eine andere Lösung, wie zB von Elite angeboten, fände ich deutlich intuitiver. In der Zwift Racing League ist das Lenken und Bremsen zum Glück ausgeschaltet. Ich wüßte auch nicht, ob ich in einem Rennen die Kapazitäten dafür hätte, Schaltflächen oder Hebel zu betätigen.
Unter dem Strich ist das Zwift:Bike zu dem angebotenen Preis in meinem Augen günstig. Dafür erhält man ein komplettes Setup, womit man auf Jahre gesehen, unbeschwert virtuell Rad fahren kann (hoffentlich 🙏🏻). Erst einmal nur bei Zwift, das muß jedem klar sein.
Text folgt demnächst...
... hat Zwift NICHT gesagt, aber bestimmt gemeint.
Wer mich kennt, weiß um meine sehr große Begeisterung für die Trainingsplattform Zwift. Mit dieser Plattform trainiere ich seit vielen Jahren (seit 2018), von Langeweile keine Spur. Zumindest habe ich sie in der kalten Jahreszeit des Winters nicht.
Vor 2018 habe ich verschiedene Trainingsplattformen für das Indoor-Cycling oder auch virtuelles Radfahren ausprobiert. Angefangen von Tacx-Videos in den ersten Monaten meiner Indoor-Karriere, über Rouvy und BKool bin ich letzten Endes von Zwift wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten überzeugt worden.
Zwift bietet mit seiner Trainingsplattform eine ungeahnte Tiefe: über das einfache Radfahren in virtuellen Welten wie Watopia, Makuri Islands oder das futuristische New York können auch real existierende Kursabschnitte von vergangenen Weltmeisterschaften im Radsport "befahren" werden: Innsbruck, London, Yorkshire, Richmond oder Glasgow stehen hier nur beispielhaft. Wobei die Betonung auf Abschnitte der (Original-) Kurse liegt.
Weiterhin gibt es Gruppenfahrten in verschiedenen Leistungsbereichen, Trainings oder ganze Trainingpläne mit verschiedenen Zielsetzungen, sogar das Erstellen eigener Trainingpläne wird angeboten. Der Sportler kann an einzelnen Rennen, an Rennserien und an über Wochen ausgelegte Wettkämpfen teilnehmen. Treffen mit real existierenden Sportlern in der virtuellen Welt von Zwift ist ebenfalls möglich (sogenanntes MeetUp).
Durch das virtuelle Radfahren können über den "Drop Shop" (Schweißtropfen-Shop) verschiedene Räder (es sind virtuelle Räder aller renommierten Hersteller erhältlich, vermeintlich gute Räder kosten ein wenig mehr Schweiß als andere) erworben werden, die Rädern werden durch bis zu 5 Upgrades verbessert, in Kombination mit Bewältigung verschiedener "Missionen" können sogar ganz besondere Räder erworben werden. Und während des Radfahrens kann in manchen Situationen das gerade zur Verfügung stehende "PowerUp" nützlich sein. Upgrades und PowerUps sind aber auch Elemente, die der Plattform Zwift Gaming-Momente einhaucht.
Strecken werden kontinuierlich erweitert und der virtuellen Welt hinzugefügt. Inzwischen gibt es gefühlt tausend von Kilometern, die abgefahren werden können. Allein in Watopia gibt es verschiedene Bereiche: Watopia, Desert Flats, Titan's Grove, Vulcano, Jungle, Epic KOM, Little Italy, Jarvais Island, Southern Coast, Majans World.
Einziger Wermutstropfen sind die Kosten: Zwift kostet im Monat 20,- Euro oder 200,- Euro bei einem Jahresabo.
Zu Zwift gibt es natürliche umfangreiche Hilfen, die kreuz und quer im Web zu finden sind. Die bekanntesten Websites sind: Zwift Insider, Zwiften.de, ZwiftHacks (der letzte Eintrag erfolgte im Dez 2024), Zwifter Bikes und natürlich Youtube.
Aber ich will gar nicht ein Loblied auf Zwift singen, sondern auf Hardware hinweisen, die nützlich ist, um Zwift zu nutzen. Oben wollte ich kurz (ist mir nicht wirklich gelungen) den sehr großen Umfang von Zwift beschreiben, eigentlich nur mit dem Verweis, dass die Plattform permanent weiterentwickelt wird.
Zwift hat dazu auch Hardware entwickelt, die allein für die Nutzung von Zwift oder Navigation in Zwift sehr hilfreich sind. Zum Beispiel Zwift:Play oder Zwift:Cog & Click.
Ich hatte mir im Jahr 2019 den Smarttrainer Tacx Flux 2 gekauft, der mir bis heute sehr gute Dienste geleistet hat und aktuell bei meinem Sohn und seiner Freundin im Einsatz ist.
Seit Sommer 2024 bietet Zwift in seinem Portfolio einen Smartrahmen, der zusammen mit dem Wahoo Kickr Core 2 angeboten wird.
Der von Zwift entwickelte Smartrahmen hat mir sofort sehr gefallen. Den einzigen Nachteil, den dieser Rahmen bietet: er kann mit seiner vollständigen Funktionalität ausschließlich mit der Trainingsplattform Zwift benutzt werden. Die Nutzung des Zwift:Cog auf anderen Plattformen funktioniert nur bedingt und auch nur mit zusätzlicher Software, die nicht "freigegeben" wurde. Aber wie Ihr an meiner Begeisterung für Zwift erkannt habt, ist dies für mich kein wirklicher Nachteil.
Kurzum: das Zwift:Bike wurde bestellt und keine zwei Tage später war das Teil bei mir zu Hause. Als hätte ein Fahrzeug mit laufendem Motor in einer niederländischen Halle gestanden und mit meinem Klick auf den Button "Kaufen" losgebraust. Unfassbar, wie schnell die drei Pakete bei mir waren. Und die Pakete waren schwer: insgesamt 45 kg. Klar, ein Trainer hat sein Gewicht, aber der Smartrahmen des Zwift:Bike ist purer Stahl. 22 Kilogramm schwer, aber auch wertig, das war mein erster Eindruck.
Es war tatsächlich ein Akt, den schweren Smartrahmen des Zwift:Bike aus dem Karton zu hieven. Dies wurde durch die Höhe des Paketes und durch das Gewicht des Rahmens erschwert. Das Rad wirkt aber sehr durchdacht. Das Konzept sieht vor, dass mehrere Personen das Rad durch wenige Handgriffe jeweils personalisieren können. Dies ist mit dem mitgelieferten "magnetischen" Imbusschlüssel tatsächlich schnell zu erreichen. Sattelhöhe und Reach verändern, fertig. Zumindest für viele Fälle. Die Position des Sattels in horizontaler Ebene ist auch möglich, viele kommen aber mit dem Standard zurecht.
Ich konnte das Zwift:Bike an meine Bike-Fitting-Daten anpassen.
Die Kette war bereits am Zwift:Bike montiert, leider vorgefettet. Wer wissen möchte, welche Kette von Zwift benutzt wird, kann sich hier gerne bei mir melden.
Nach dem Aufbau und Einstellen Zwift:Bike kam die "Jungfernfahrt" mit dem Rahmen. Der Start war des Trainers und der Trainingsplattform klappten unspektakulär und unauffällig. Zwift erkannte meine Geräte sofort, die Verbindung erfolgte unmittelbar und ist bis heute sehr stabil.
Das Herzstück des Zwift:Bike ist das Cockpit, mit welchem in Zwift navigiert wird und natürlich die virtuelle Schaltung betätigt wird.
In Zwift selbst kann die Schaltlogik und auch die Übersetzung bestimmt werden.
Bei der Schaltlogik entscheide ich mich für die gewohnte Shimano-Logik (Variante A). Diese funktioniert tatsächlich genauso, wie an meinem Ultimate CF SL 8 Di2 und an allen anderen Rädern. Ich schalte mit dem rechten Handgriff mit der unteren Taste in eine größere Übersetzung (schwererer Gang) und mit der oberen Taste in eine kleinere Übersetzung (leichterer Gang). Der linke Handgriff verfügt natürlich auch über diese Schalttasten. Wobei Übersetzung tatsächlich nur fakultativ gemeint ist.
Die Schaltflächen der Taster hätte ich mir deutlich stärker mit unterschiedlichen Strukturen profiliert gewünscht.
Die Variante B tauscht die Funktionen der Schalttaster.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die SRAM-Logik an der Schaltung einzustellen. Also rechts schalten für eine schwerere Einstellung, links für eine leichtere Einstellung.
Nun kam die Wahl der Übersetzung. Hier bestehen bislang vier Möglichkeiten:
1. "Mixed Terrain" (1x24),
2. "Flach" (53/39 vorne, 10-28 hinten)
3. "Allrounder" (48/35 vorne, 10-33 hinten) oder
4. "Climbing" (43/30 vorne, 10-36 hinten)
gewählt werden.
Als Shimano-Fahrer finde ich keine von
Shimano angebotenen Übersetzungen. Allein die Kassette mit einem 10er Ritzel zu beginnen, spreizt die zur Verfügung stehenden Gänge unnötig weit.
Die zur Verfügung stehen Übersetzungen passen nicht zu meinen real genutzten Übersetzungen. Die vorgegebenen Übersetzungen sind absolut SRAM-lastig.
Ich nutze an meinen Rädern 52/36 sowie eine 11/30 oder 11/34.
Damit komme ich überall super zurecht und die Abstufungen sind wie für mich gemacht.
Aktuell habe ich mich für Mixed Terrain entschieden, da die 24 Gänge hintereinander zur Verfügung stehen. Tatsächlich benötige ich bislang nur 6 bis 8 Gänge. Die Abstufungen sind schon ein wenig groß. Insbesondere beim Training fällt es mir auf, im Rennen gar nicht so sehr und die großen Sprünge sind weniger störend.
Ich würde mir wünschen, dass ich in Zwift selbst Übersetzungen gestalten oder aus einer größeren Auswahl wählen kann. Hier würde ich eine Übersetzung anstreben, bei der die Gangsprünge viel kleiner sind und besser zu mir passen.
Das würde insgesamt dem Konzept des Zwift:Bike konsequenter folgen.
Das eigentliche virtuelle Schalten ist super: sofort und unmittelbar, aber angenehm und weich. Das Schalten ist auch unter Volllast möglich.
Beim Fahren ist es sehr erstaunlich, wie leise die Kette ist. Sie ist fast nicht zu hören.
Zu guter Letzt verstehe ich die Auswahl der gelieferten Kurbellänge, 170 mm, nicht. Mein Standard (und der von 80% aller männlichen Fahrer) ist eine Länge von 172,5 mm. Räder unter der Größe S oder 50 werden mit einer kürzeren Kurbel geliefert. Die Körpergröße beträgt in diesen Fällen nicht mehr als 170 cm.
Das Fahren mit dem Zwift:Bike ist klasse und insgesamt realitätsnah. Das Fahren mit dem Rahmen funktioniert wie auf einem "richtigen" Rad, nur die kürzere Kurbellänge ist ein wenig störend. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir den variablen Kurbelarm zulegen soll. Ich werde noch ein wenig fahren.
Das Schalten funktioniert, die Navigation über die zum Teil bunten Schaltflächen (für das Gaming-Feeling) des Zwift:Ride ist komfortabel und in vielen Dingen auch nützlich. Ich brauche nun auch nicht mehr auf dem Tablet herumtippen.
Das Lenken mit den Handgriffen muss geübt werden, es ist nicht intuitiv. Eine andere Lösung, wie zB von Elite angeboten, fände ich deutlich intuitiver. In der Zwift Racing League ist das Lenken und Bremsen zum Glück ausgeschaltet. Ich wüßte auch nicht, ob ich in einem Rennen die Kapazitäten dafür hätte, Schaltflächen oder Hebel zu betätigen.
Unter dem Strich ist das Zwift:Bike zu dem angebotenen Preis in meinem Augen günstig. Dafür erhält man ein komplettes Setup, womit man auf Jahre gesehen, unbeschwert virtuell Rad fahren kann (hoffentlich 🙏🏻). Erst einmal nur bei Zwift, das muß jedem klar sein.
Text folgt demnächst...
... hat Zwift NICHT gesagt, aber bestimmt gemeint.
Wer mich kennt, weiß um meine sehr große Begeisterung für die Trainingsplattform Zwift. Mit dieser Plattform trainiere ich seit vielen Jahren (seit 2018), von Langeweile keine Spur. Zumindest habe ich sie in der kalten Jahreszeit des Winters nicht.
Vor 2018 habe ich verschiedene Trainingsplattformen für das Indoor-Cycling oder auch virtuelles Radfahren ausprobiert. Angefangen von Tacx-Videos in den ersten Monaten meiner Indoor-Karriere, über Rouvy und BKool bin ich letzten Endes von Zwift wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten überzeugt worden.
Zwift bietet mit seiner Trainingsplattform eine ungeahnte Tiefe: über das einfache Radfahren in virtuellen Welten wie Watopia, Makuri Islands oder das futuristische New York können auch real existierende Kursabschnitte von vergangenen Weltmeisterschaften im Radsport "befahren" werden: Innsbruck, London, Yorkshire, Richmond oder Glasgow stehen hier nur beispielhaft. Wobei die Betonung auf Abschnitte der (Original-) Kurse liegt.
Weiterhin gibt es Gruppenfahrten in verschiedenen Leistungsbereichen, Trainings oder ganze Trainingpläne mit verschiedenen Zielsetzungen, sogar das Erstellen eigener Trainingpläne wird angeboten. Der Sportler kann an einzelnen Rennen, an Rennserien und an über Wochen ausgelegte Wettkämpfen teilnehmen. Treffen mit real existierenden Sportlern in der virtuellen Welt von Zwift ist ebenfalls möglich (sogenanntes MeetUp).
Durch das virtuelle Radfahren können über den "Drop Shop" (Schweißtropfen-Shop) verschiedene Räder (es sind virtuelle Räder aller renommierten Hersteller erhältlich, vermeintlich gute Räder kosten ein wenig mehr Schweiß als andere) erworben werden, die Rädern werden durch bis zu 5 Upgrades verbessert, in Kombination mit Bewältigung verschiedener "Missionen" können sogar ganz besondere Räder erworben werden. Und während des Radfahrens kann in manchen Situationen das gerade zur Verfügung stehende "PowerUp" nützlich sein. Upgrades und PowerUps sind aber auch Elemente, die der Plattform Zwift Gaming-Momente einhaucht.
Strecken werden kontinuierlich erweitert und der virtuellen Welt hinzugefügt. Inzwischen gibt es gefühlt tausend von Kilometern, die abgefahren werden können. Allein in Watopia gibt es verschiedene Bereiche: Watopia, Desert Flats, Titan's Grove, Vulcano, Jungle, Epic KOM, Little Italy, Jarvais Island, Southern Coast, Majans World.
Einziger Wermutstropfen sind die Kosten: Zwift kostet im Monat 20,- Euro oder 200,- Euro bei einem Jahresabo.
Zu Zwift gibt es natürliche umfangreiche Hilfen, die kreuz und quer im Web zu finden sind. Die bekanntesten Websites sind: Zwift Insider, Zwiften.de, ZwiftHacks (der letzte Eintrag erfolgte im Dez 2024), Zwifter Bikes und natürlich Youtube.
Aber ich will gar nicht ein Loblied auf Zwift singen, sondern auf Hardware hinweisen, die nützlich ist, um Zwift zu nutzen. Oben wollte ich kurz (ist mir nicht wirklich gelungen) den sehr großen Umfang von Zwift beschreiben, eigentlich nur mit dem Verweis, dass die Plattform permanent weiterentwickelt wird.
Zwift hat dazu auch Hardware entwickelt, die allein für die Nutzung von Zwift oder Navigation in Zwift sehr hilfreich sind. Zum Beispiel Zwift:Play oder Zwift:Cog & Click.
Ich hatte mir im Jahr 2019 den Smarttrainer Tacx Flux 2 gekauft, der mir bis heute sehr gute Dienste geleistet hat und aktuell bei meinem Sohn und seiner Freundin im Einsatz ist.
Seit Sommer 2024 bietet Zwift in seinem Portfolio einen Smartrahmen, der zusammen mit dem Wahoo Kickr Core 2 angeboten wird.
Der von Zwift entwickelte Smartrahmen hat mir sofort sehr gefallen. Den einzigen Nachteil, den dieser Rahmen bietet: er kann mit seiner vollständigen Funktionalität ausschließlich mit der Trainingsplattform Zwift benutzt werden. Die Nutzung des Zwift:Cog auf anderen Plattformen funktioniert nur bedingt und auch nur mit zusätzlicher Software, die nicht "freigegeben" wurde. Aber wie Ihr an meiner Begeisterung für Zwift erkannt habt, ist dies für mich kein wirklicher Nachteil.
Kurzum: das Zwift:Bike wurde bestellt und keine zwei Tage später war das Teil bei mir zu Hause. Als hätte ein Fahrzeug mit laufendem Motor in einer niederländischen Halle gestanden und mit meinem Klick auf den Button "Kaufen" losgebraust. Unfassbar, wie schnell die drei Pakete bei mir waren. Und die Pakete waren schwer: insgesamt 45 kg. Klar, ein Trainer hat sein Gewicht, aber der Smartrahmen des Zwift:Bike ist purer Stahl. 22 Kilogramm schwer, aber auch wertig, das war mein erster Eindruck.
Es war tatsächlich ein Akt, den schweren Smartrahmen des Zwift:Bike aus dem Karton zu hieven. Dies wurde durch die Höhe des Paketes und durch das Gewicht des Rahmens erschwert. Das Rad wirkt aber sehr durchdacht. Das Konzept sieht vor, dass mehrere Personen das Rad durch wenige Handgriffe jeweils personalisieren können. Dies ist mit dem mitgelieferten "magnetischen" Imbusschlüssel tatsächlich schnell zu erreichen. Sattelhöhe und Reach verändern, fertig. Zumindest für viele Fälle. Die Position des Sattels in horizontaler Ebene ist auch möglich, viele kommen aber mit dem Standard zurecht.
Ich konnte das Zwift:Bike an meine Bike-Fitting-Daten anpassen.
Die Kette war bereits am Zwift:Bike montiert, leider vorgefettet. Wer wissen möchte, welche Kette von Zwift benutzt wird, kann sich hier gerne bei mir melden.
Nach dem Aufbau und Einstellen Zwift:Bike kam die "Jungfernfahrt" mit dem Rahmen. Der Start war des Trainers und der Trainingsplattform klappten unspektakulär und unauffällig. Zwift erkannte meine Geräte sofort, die Verbindung erfolgte unmittelbar und ist bis heute sehr stabil.
Das Herzstück des Zwift:Bike ist das Cockpit, mit welchem in Zwift navigiert wird und natürlich die virtuelle Schaltung betätigt wird.
In Zwift selbst kann die Schaltlogik und auch die Übersetzung bestimmt werden.
Bei der Schaltlogik entscheide ich mich für die gewohnte Shimano-Logik (Variante A). Diese funktioniert tatsächlich genauso, wie an meinem Ultimate CF SL 8 Di2 und an allen anderen Rädern. Ich schalte mit dem rechten Handgriff mit der unteren Taste in eine größere Übersetzung (schwererer Gang) und mit der oberen Taste in eine kleinere Übersetzung (leichterer Gang). Der linke Handgriff verfügt natürlich auch über diese Schalttasten. Wobei Übersetzung tatsächlich nur fakultativ gemeint ist.
Die Schaltflächen der Taster hätte ich mir deutlich stärker mit unterschiedlichen Strukturen profiliert gewünscht.
Die Variante B tauscht die Funktionen der Schalttaster.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die SRAM-Logik an der Schaltung einzustellen. Also rechts schalten für eine schwerere Einstellung, links für eine leichtere Einstellung.
Nun kam die Wahl der Übersetzung. Hier bestehen bislang vier Möglichkeiten:
1. "Mixed Terrain" (1x24),
2. "Flach" (53/39 vorne, 10-28 hinten)
3. "Allrounder" (48/35 vorne, 10-33 hinten) oder
4. "Climbing" (43/30 vorne, 10-36 hinten)
gewählt werden.
Als Shimano-Fahrer finde ich keine von
Shimano angebotenen Übersetzungen. Allein die Kassette mit einem 10er Ritzel zu beginnen, spreizt die zur Verfügung stehenden Gänge unnötig weit.
Die zur Verfügung stehen Übersetzungen passen nicht zu meinen real genutzten Übersetzungen. Die vorgegebenen Übersetzungen sind absolut SRAM-lastig.
Ich nutze an meinen Rädern 52/36 sowie eine 11/30 oder 11/34.
Damit komme ich überall super zurecht und die Abstufungen sind wie für mich gemacht.
Aktuell habe ich mich für Mixed Terrain entschieden, da die 24 Gänge hintereinander zur Verfügung stehen. Tatsächlich benötige ich bislang nur 6 bis 8 Gänge. Die Abstufungen sind schon ein wenig groß. Insbesondere beim Training fällt es mir auf, im Rennen gar nicht so sehr und die großen Sprünge sind weniger störend.
Ich würde mir wünschen, dass ich in Zwift selbst Übersetzungen gestalten oder aus einer größeren Auswahl wählen kann. Hier würde ich eine Übersetzung anstreben, bei der die Gangsprünge viel kleiner sind und besser zu mir passen.
Das würde insgesamt dem Konzept des Zwift:Bike konsequenter folgen.
Das eigentliche virtuelle Schalten ist super: sofort und unmittelbar, aber angenehm und weich. Das Schalten ist auch unter Volllast möglich.
Beim Fahren ist es sehr erstaunlich, wie leise die Kette ist. Sie ist fast nicht zu hören.
Zu guter Letzt verstehe ich die Auswahl der gelieferten Kurbellänge, 170 mm, nicht. Mein Standard (und der von 80% aller männlichen Fahrer) ist eine Länge von 172,5 mm. Räder unter der Größe S oder 50 werden mit einer kürzeren Kurbel geliefert. Die Körpergröße beträgt in diesen Fällen nicht mehr als 170 cm.
Das Fahren mit dem Zwift:Bike ist klasse und insgesamt realitätsnah. Das Fahren mit dem Rahmen funktioniert wie auf einem "richtigen" Rad, nur die kürzere Kurbellänge ist ein wenig störend. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir den variablen Kurbelarm zulegen soll. Ich werde noch ein wenig fahren.
Das Schalten funktioniert, die Navigation über die zum Teil bunten Schaltflächen (für das Gaming-Feeling) des Zwift:Ride ist komfortabel und in vielen Dingen auch nützlich. Ich brauche nun auch nicht mehr auf dem Tablet herumtippen.
Das Lenken mit den Handgriffen muss geübt werden, es ist nicht intuitiv. Eine andere Lösung, wie zB von Elite angeboten, fände ich deutlich intuitiver. In der Zwift Racing League ist das Lenken und Bremsen zum Glück ausgeschaltet. Ich wüßte auch nicht, ob ich in einem Rennen die Kapazitäten dafür hätte, Schaltflächen oder Hebel zu betätigen.
Unter dem Strich ist das Zwift:Bike zu dem angebotenen Preis in meinem Augen günstig. Dafür erhält man ein komplettes Setup, womit man auf Jahre gesehen, unbeschwert virtuell Rad fahren kann (hoffentlich 🙏🏻). Erst einmal nur bei Zwift, das muß jedem klar sein.
Text folgt demnächst...
... hat Zwift NICHT gesagt, aber bestimmt gemeint.
Wer mich kennt, weiß um meine sehr große Begeisterung für die Trainingsplattform Zwift. Mit dieser Plattform trainiere ich seit vielen Jahren (seit 2018), von Langeweile keine Spur. Zumindest habe ich sie in der kalten Jahreszeit des Winters nicht.
Vor 2018 habe ich verschiedene Trainingsplattformen für das Indoor-Cycling oder auch virtuelles Radfahren ausprobiert. Angefangen von Tacx-Videos in den ersten Monaten meiner Indoor-Karriere, über Rouvy und BKool bin ich letzten Endes von Zwift wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten überzeugt worden.
Zwift bietet mit seiner Trainingsplattform eine ungeahnte Tiefe: über das einfache Radfahren in virtuellen Welten wie Watopia, Makuri Islands oder das futuristische New York können auch real existierende Kursabschnitte von vergangenen Weltmeisterschaften im Radsport "befahren" werden: Innsbruck, London, Yorkshire, Richmond oder Glasgow stehen hier nur beispielhaft. Wobei die Betonung auf Abschnitte der (Original-) Kurse liegt.
Weiterhin gibt es Gruppenfahrten in verschiedenen Leistungsbereichen, Trainings oder ganze Trainingpläne mit verschiedenen Zielsetzungen, sogar das Erstellen eigener Trainingpläne wird angeboten. Der Sportler kann an einzelnen Rennen, an Rennserien und an über Wochen ausgelegte Wettkämpfen teilnehmen. Treffen mit real existierenden Sportlern in der virtuellen Welt von Zwift ist ebenfalls möglich (sogenanntes MeetUp).
Durch das virtuelle Radfahren können über den "Drop Shop" (Schweißtropfen-Shop) verschiedene Räder (es sind virtuelle Räder aller renommierten Hersteller erhältlich, vermeintlich gute Räder kosten ein wenig mehr Schweiß als andere) erworben werden, die Rädern werden durch bis zu 5 Upgrades verbessert, in Kombination mit Bewältigung verschiedener "Missionen" können sogar ganz besondere Räder erworben werden. Und während des Radfahrens kann in manchen Situationen das gerade zur Verfügung stehende "PowerUp" nützlich sein. Upgrades und PowerUps sind aber auch Elemente, die der Plattform Zwift Gaming-Momente einhaucht.
Strecken werden kontinuierlich erweitert und der virtuellen Welt hinzugefügt. Inzwischen gibt es gefühlt tausend von Kilometern, die abgefahren werden können. Allein in Watopia gibt es verschiedene Bereiche: Watopia, Desert Flats, Titan's Grove, Vulcano, Jungle, Epic KOM, Little Italy, Jarvais Island, Southern Coast, Majans World.
Einziger Wermutstropfen sind die Kosten: Zwift kostet im Monat 20,- Euro oder 200,- Euro bei einem Jahresabo.
Zu Zwift gibt es natürliche umfangreiche Hilfen, die kreuz und quer im Web zu finden sind. Die bekanntesten Websites sind: Zwift Insider, Zwiften.de, ZwiftHacks (der letzte Eintrag erfolgte im Dez 2024), Zwifter Bikes und natürlich Youtube.
Aber ich will gar nicht ein Loblied auf Zwift singen, sondern auf Hardware hinweisen, die nützlich ist, um Zwift zu nutzen. Oben wollte ich kurz (ist mir nicht wirklich gelungen) den sehr großen Umfang von Zwift beschreiben, eigentlich nur mit dem Verweis, dass die Plattform permanent weiterentwickelt wird.
Zwift hat dazu auch Hardware entwickelt, die allein für die Nutzung von Zwift oder Navigation in Zwift sehr hilfreich sind. Zum Beispiel Zwift:Play oder Zwift:Cog & Click.
Ich hatte mir im Jahr 2019 den Smarttrainer Tacx Flux 2 gekauft, der mir bis heute sehr gute Dienste geleistet hat und aktuell bei meinem Sohn und seiner Freundin im Einsatz ist.
Seit Sommer 2024 bietet Zwift in seinem Portfolio einen Smartrahmen, der zusammen mit dem Wahoo Kickr Core 2 angeboten wird.
Der von Zwift entwickelte Smartrahmen hat mir sofort sehr gefallen. Den einzigen Nachteil, den dieser Rahmen bietet: er kann mit seiner vollständigen Funktionalität ausschließlich mit der Trainingsplattform Zwift benutzt werden. Die Nutzung des Zwift:Cog auf anderen Plattformen funktioniert nur bedingt und auch nur mit zusätzlicher Software, die nicht "freigegeben" wurde. Aber wie Ihr an meiner Begeisterung für Zwift erkannt habt, ist dies für mich kein wirklicher Nachteil.
Kurzum: das Zwift:Bike wurde bestellt und keine zwei Tage später war das Teil bei mir zu Hause. Als hätte ein Fahrzeug mit laufendem Motor in einer niederländischen Halle gestanden und mit meinem Klick auf den Button "Kaufen" losgebraust. Unfassbar, wie schnell die drei Pakete bei mir waren. Und die Pakete waren schwer: insgesamt 45 kg. Klar, ein Trainer hat sein Gewicht, aber der Smartrahmen des Zwift:Bike ist purer Stahl. 22 Kilogramm schwer, aber auch wertig, das war mein erster Eindruck.
Es war tatsächlich ein Akt, den schweren Smartrahmen des Zwift:Bike aus dem Karton zu hieven. Dies wurde durch die Höhe des Paketes und durch das Gewicht des Rahmens erschwert. Das Rad wirkt aber sehr durchdacht. Das Konzept sieht vor, dass mehrere Personen das Rad durch wenige Handgriffe jeweils personalisieren können. Dies ist mit dem mitgelieferten "magnetischen" Imbusschlüssel tatsächlich schnell zu erreichen. Sattelhöhe und Reach verändern, fertig. Zumindest für viele Fälle. Die Position des Sattels in horizontaler Ebene ist auch möglich, viele kommen aber mit dem Standard zurecht.
Ich konnte das Zwift:Bike an meine Bike-Fitting-Daten anpassen.
Die Kette war bereits am Zwift:Bike montiert, leider vorgefettet. Wer wissen möchte, welche Kette von Zwift benutzt wird, kann sich hier gerne bei mir melden.
Nach dem Aufbau und Einstellen Zwift:Bike kam die "Jungfernfahrt" mit dem Rahmen. Der Start war des Trainers und der Trainingsplattform klappten unspektakulär und unauffällig. Zwift erkannte meine Geräte sofort, die Verbindung erfolgte unmittelbar und ist bis heute sehr stabil.
Das Herzstück des Zwift:Bike ist das Cockpit, mit welchem in Zwift navigiert wird und natürlich die virtuelle Schaltung betätigt wird.
In Zwift selbst kann die Schaltlogik und auch die Übersetzung bestimmt werden.
Bei der Schaltlogik entscheide ich mich für die gewohnte Shimano-Logik (Variante A). Diese funktioniert tatsächlich genauso, wie an meinem Ultimate CF SL 8 Di2 und an allen anderen Rädern. Ich schalte mit dem rechten Handgriff mit der unteren Taste in eine größere Übersetzung (schwererer Gang) und mit der oberen Taste in eine kleinere Übersetzung (leichterer Gang). Der linke Handgriff verfügt natürlich auch über diese Schalttasten. Wobei Übersetzung tatsächlich nur fakultativ gemeint ist.
Die Schaltflächen der Taster hätte ich mir deutlich stärker mit unterschiedlichen Strukturen profiliert gewünscht.
Die Variante B tauscht die Funktionen der Schalttaster.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die SRAM-Logik an der Schaltung einzustellen. Also rechts schalten für eine schwerere Einstellung, links für eine leichtere Einstellung.
Nun kam die Wahl der Übersetzung. Hier bestehen bislang vier Möglichkeiten:
1. "Mixed Terrain" (1x24),
2. "Flach" (53/39 vorne, 10-28 hinten)
3. "Allrounder" (48/35 vorne, 10-33 hinten) oder
4. "Climbing" (43/30 vorne, 10-36 hinten)
gewählt werden.
Als Shimano-Fahrer finde ich keine von
Shimano angebotenen Übersetzungen. Allein die Kassette mit einem 10er Ritzel zu beginnen, spreizt die zur Verfügung stehenden Gänge unnötig weit.
Die zur Verfügung stehen Übersetzungen passen nicht zu meinen real genutzten Übersetzungen. Die vorgegebenen Übersetzungen sind absolut SRAM-lastig.
Ich nutze an meinen Rädern 52/36 sowie eine 11/30 oder 11/34.
Damit komme ich überall super zurecht und die Abstufungen sind wie für mich gemacht.
Aktuell habe ich mich für Mixed Terrain entschieden, da die 24 Gänge hintereinander zur Verfügung stehen. Tatsächlich benötige ich bislang nur 6 bis 8 Gänge. Die Abstufungen sind schon ein wenig groß. Insbesondere beim Training fällt es mir auf, im Rennen gar nicht so sehr und die großen Sprünge sind weniger störend.
Ich würde mir wünschen, dass ich in Zwift selbst Übersetzungen gestalten oder aus einer größeren Auswahl wählen kann. Hier würde ich eine Übersetzung anstreben, bei der die Gangsprünge viel kleiner sind und besser zu mir passen.
Das würde insgesamt dem Konzept des Zwift:Bike konsequenter folgen.
Das eigentliche virtuelle Schalten ist super: sofort und unmittelbar, aber angenehm und weich. Das Schalten ist auch unter Volllast möglich.
Beim Fahren ist es sehr erstaunlich, wie leise die Kette ist. Sie ist fast nicht zu hören.
Zu guter Letzt verstehe ich die Auswahl der gelieferten Kurbellänge, 170 mm, nicht. Mein Standard (und der von 80% aller männlichen Fahrer) ist eine Länge von 172,5 mm. Räder unter der Größe S oder 50 werden mit einer kürzeren Kurbel geliefert. Die Körpergröße beträgt in diesen Fällen nicht mehr als 170 cm.
Das Fahren mit dem Zwift:Bike ist klasse und insgesamt realitätsnah. Das Fahren mit dem Rahmen funktioniert wie auf einem "richtigen" Rad, nur die kürzere Kurbellänge ist ein wenig störend. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir den variablen Kurbelarm zulegen soll. Ich werde noch ein wenig fahren.
Das Schalten funktioniert, die Navigation über die zum Teil bunten Schaltflächen (für das Gaming-Feeling) des Zwift:Ride ist komfortabel und in vielen Dingen auch nützlich. Ich brauche nun auch nicht mehr auf dem Tablet herumtippen.
Das Lenken mit den Handgriffen muss geübt werden, es ist nicht intuitiv. Eine andere Lösung, wie zB von Elite angeboten, fände ich deutlich intuitiver. In der Zwift Racing League ist das Lenken und Bremsen zum Glück ausgeschaltet. Ich wüßte auch nicht, ob ich in einem Rennen die Kapazitäten dafür hätte, Schaltflächen oder Hebel zu betätigen.
Unter dem Strich ist das Zwift:Bike zu dem angebotenen Preis in meinem Augen günstig. Dafür erhält man ein komplettes Setup, womit man auf Jahre gesehen, unbeschwert virtuell Rad fahren kann (hoffentlich 🙏🏻). Erst einmal nur bei Zwift, das muß jedem klar sein.
Text folgt demnächst...
