Radsportgeschichten

Zuwachs mit Hindernissen

Rennradfahren ist ja bekanntlich eine meiner großen Leidenschaften. Das Thema Radfahren und Rennrad bestimmt seit vielen Jahren meinen Alltag und ebenso den meiner Familie. Manchmal auch zu ihrem Leidwesen - wie ich glaube. Aber es gibt nicht viele Dinge in der Welt, die eine Runde mit dem Rennrad toppen können. 

 

Wenn ich mal nicht auf meinem Rad, aktuell ein Canyon Ultimate AL 9.0 (2014), sitze, blättere ich gerne in Fachzeitschriften oder stöbere lange und ausgiebig durch das Internet. Und bei all diesen Tätigkeiten träume ich auch hin und wieder von einem neuen, natürlich noch besseren, Rennrad. Vor allem eins mit neuer und aktueller Technik. Wie zum Beispiel vom Canyon Aeroad CF SLX. In rot (!), cherry-pepper von Canyon genannt. 

Dieses Rad steht auf meiner Wunschliste ganz oben, es hat alles, was ich mir von einem Rennrad in Bezug auf Rahmen und Ausstattung wünsche. Und es sieht einfach super schön aus. 

Dieses Rad ist für mich der Inbegriff eines sportlichen und dynamischen Rennrads, schließlich kommt es dem (Pro-)Bike des Profiteams, Katusha Alpecin (2018), sehr nahe. Viele deutsche Jungprofis, wie zum Beispiel Nils Politt,  Rick Zabel oder Marcel Kittel sind mit diesem Rad unterwegs. Wenn ich mich da nicht von der Werbung beeinflussen lasse.


Seit drei Jahren spare ich tatsächlich auf ein neues Fahrrad, jede Woche geht der Betrag, der vor heute genau elf Jahren (Stand am 27.10.2018) für das Rauchen ausgegeben wurde, in das Sparkästchen. So merkt die Haushaltskasse nicht wirklich, daß ich dort etwas abzweige. 

Zwischenzeitlich hatte ich auch mein Augenmerk auf ein Fahrrad von Pinarello gelenkt. Allerdings ist das Preis-/Leistungsverhältnis bei dieser Marke ein wenig in Schieflage geraten, oder anders gesagt: mir einfach zu teuer. Traditionsnamen haben ihren Preis, gerechtfertigt oder nicht. 

Ausgehend von der Überlegung, dass die Räder von Canyon zwar auch keine Schnäppchen sind, aber dort neben attraktiven Preisen auch die besten Rahmen der Szene mit neuer Technologien geboten werden, habe ich mich für das Canyon Aeroad CF SLX 8.0 Di2 entschieden.


Im Mai und Juli des Jahres 2018 reduziert Canyon anlässlich der großen World-Tour-Rennen das gesamte Angebot. Zu diesem Zeitpunkt juckt hat es mich kurz, bei den Angeboten zuzuschlagen. Aber eigentlich habe ich das Geld für den neuen Renner noch nicht zusammen. Ich hatte mir eigentlich das Canyon Aeroad CF SLX 8.0 ausgesucht, ein Rad mit einer herkömmlichen mechanischen Schaltung. Dafür benötige ich 3499,- Euro. 

Im September 2018 bemerke ich eher zufällig, daß Canyon ein Ausverkauf der Räder 2018 betreibt. Alle Räder sind so stark reduziert, dass selbst meine Frau meint, ich solle endlich Nägel mit Köpfen machen. 

Also rein ins Auto und 90 Minuten später stehe ich bei Canyon im Showroom, dem Ladenlokal für Käufer. Dort ist der Andrang natürlich entsprechend groß. Ausgestattet mit einem Pager muss ich nochmals 90 Minuten auf einen freien Berater von Canyon warten. Zwei Kaffee später unterschreibe ich nach einer Probefahrt den Kaufvertrag. 

Das Rad kann ich allerdings noch nicht mitnehmen. Ein sogenanntes "bike to go" im Versand-Karton will ich nicht kaufen, sondern ein fertig aufgebautes Rennrad.

Im Oktober 2018 ist es endlich soweit. Ich darf mein Traumrad endlich in Empfang nehmen. Nach vorheriger Terminabsprache fahre ich in Begleitung meiner Frau an einem Dienstag im Oktober 2018 nach Koblenz. Im Showroom steht mein Rad bereits abholbereit im Übergabebereich. 

Schnell sind die ersten Fotos von dem jungfräulichen Rad gefertigt, als auch schon eine Mitarbeiterin von Canyon hinzukommt und nach einigen Erläuterungen sowie Montage der mitgebrachten Pedale das Rad in unsere Obhut übergibt. 

Nach weiteren Fotos im Außenbereich des Showrooms wird die Fahrt nach Hause angetreten.

Zu Hause wird das Rad erst einmal ausgiebig im Auslieferungszustand dokumentiert. In diesem Zustand werde ich das Rad nie wieder sehen, bzw. sich nie wieder befinden. Der Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor sind ebenfalls schnell montiert.


Allerdings beginnt ab jetzt ein kleineres Drama. Um die elektronische Schaltung, die Di2, ausreizen, kontrollieren sowie auf sie aktiv zugreifen und nicht nur benutzen zu können, kaufe ich beim Bike Discount schnell eine sogenannte Wireless-Einheit, (drahtlose Sendereinheit SM-EWW01) die zwischen die bereits installierten Komponenten eingefügt wird. Dies ist eine Arbeit von ca. 5 Minuten. Mein Garmin Edge 810 nimmt nach dem Einschalten sofort Verbindung mit der Di2 auf. Ich kann somit die angewählten Gänge auf dem Display ablesen.

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Statistik

Ja, ja, ich weiß, aber in Wirklichkeit stehe ich auf Statistiken. 

Ich wollte meine sportlichen Leistungen und hoffentlich eine positive Entwicklung auf einem Blick an einem Ort darstellen. Und wenn es nur für mich ist.


2019

Jahr

Wettbewerb Starts Punkte Zeit Platzierung

Punkte AK

Platzierung AK

2019 Eschborn 0    3:01:07 h (29,85 km/h)      
2019 GCC 0 0        
2018 Rund um Köln 0 0 1:49:06 h (37,84 km/h)      
               
               

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Münsterland Giro 2018

Rückblick

Das Rennen "Münsterland Giro 2018" ist nun einige Tage her. Ich habe lange über meinen Beitrag nachgedacht, vor allem, worüber ich im Zusammenhang mit dem diesjährigen Rennen Interessantes berichten kann. 

Kurzum: das Rennen selbst hatte Münsterland-Style, d.h. es gab die typischen "münsteraner" Eigenarten im Rennen zu beachten, bzw. man tat gut, sich damit auseinander zu setzen. 
Doch von Anfang an....

Anreise

Das Rennen "Rund um Köln" hatte ich zusammen mit zwei Jugendfreunden begonnen. Nach dem Rennen meldete sich einer der beiden direkt beim Münsterland Giro an. Daher war wiederum einer der Jugendfreunde (wir kennen uns seit fast 40 Jahren!) mit am Start beim Münsterland Giro 2018. 

Das Rennen wird voraussichtlich das letzte Radrennen mit meinem Canyon Ultimate AL 9.0 gewesen sein, da ich eine Woche vorher im Rahmen des sogenannten Sparbuches 2018 bei Canyon in Koblenz mir mein Traumrad Canyon Aeroad CF SLX 8.0 Di2 gekauft habe. Jaaaaaa. 
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Rad am Ring 2018

Vorgeschichte

In den vergangenen Jahren hatte ich den Wunsch, an dieser legendären Veranstaltung "Rad am Ring" teilzunehmen. Schließlich hörte ich von allen Seiten von der sogenannten "Grünen Hölle" in der Eifel. Dieses Vorhaben konnte ich bislang urlaubsbedingt nicht in die Tat umsetzen. Aber dieses Jahr passte der Termin gut in meine Planung und natürlich auch in die Urlaubsplanung der Familie. Und nein, ich habe keinen Einfluss darauf genommen. 

Der Nürburgring und die berüchtigte Nordschleife sind mir aus der Formel 1 bereits ein Begriff. Aus Richtung des Radsports kenne ich den Nürburgring nur aus Erzählungen: in diesem wurde von "steil" bis "hammerhart" alles berichtet.

Bislang kenne ich als schwerste Disziplin in einem Rennen den Großen Feldberg. Vielleicht kann Rad am Ring den Großen Feldberg toppen. Mal sehen.

Die Anmoderation seitens des Veranstalters im Internet war besorgniserregend. Er sprach von einem rund 17%igen Steigungswinkel. Im Frühsommer diesen Jahres habe ich im Rahmen meines alljährlichen Trainingslagers in den Ardennen die "Mauer von Huy" bewältigt. Ein 1100 m langer, steiler und hammerharter Anstieg. 19%!!! Und jetzt ein Anstieg, der nicht wirklich flacher ist. Eigentlich geil, aber doch Grund zur Sorge, denn der Anstieg steht dreimal auf dem Programm. 

Eine Woche vorher...

Am Sonntag, 15.07.2018, habe ich noch recht spontan an einer RTF des RSV Viktoria Löwenich teilgenommen. Eine mittlere Runde von ca. 115 km durch die (Vor-)Eifel. Nideggen, bzw. Berg, markierte den Wendepunkt der Rundfahrt. Die Strecke war ganz ansprechend, meine Otto-Maigler-See-Runde wurde mehrfach gekreuzt.  

Während der RTF riss bei Kilometer 50 der Schaltzug für die Kassette, d.h. ich konnte auf der Kassette nicht mehr schalten. Einer der Mitfahrer stellte die Gangschaltung mittels der Anschlagsschraube auf das 8. Ritzel ein, so dass nicht der schwerste Gang zur Verfügung stand, sondern ein leichterer Gang, wenn auch nur ein wenig leichter. Ich konnte nur noch über das Kettenblatt schalten. Also fuhr ich die letzten 65 km mit einem Singlespeedrad. Gott sei Dank passierte dies nicht beim Anstieg zur Hohen Acht

Der besagte Mitfahrer tauschte noch in der kommenden Woche beide Schaltzüge, sowohl den defekten Schaltzug, also auch den noch funktionierenden. Recherche meinerseits ergaben, dass der Schaltzug ca. 15.000 km gehalten hat. 

Expo und Fahrerlager

Endlich war es soweit. Die Anfahrt wurde von mir länger eingeschätzt, als ich tatsächlich benötigt habe. Der Nürburgring ist von meiner Wohnanschrift in einer Stunde gut zu erreichen.

Die Anfahrt war gut geregelt. Für die Teilnehmer unterschiedlicher und vielfältiger Veranstaltungen, wie 24h-Rennen, 24h-MTB-Rennen oder Jedermann-Rennen gab es unterschiedliche Parkbereiche. Durch die frühe Ankunft um 08:30 h habe ich zumindest auf dem Parkplatz in der Poleposition gestanden.

Auf dem Gelände war ordentlich was los. Viele Boxen im Paddock waren belegt, entweder vom Veranstalter, beispielsweise in Form der Ausgabe der Startunterlagen und Starterbeutel, oder von Sponsoren, wie zum Beispiel Dextro Energy. Oder von Radsportteams oder deren Sponsoren.
Hinter der Boxengasse war der wirklich große Expo-Bereich aufgebaut. Viele viele Hersteller, vom Ausstatter bis hin zur Fahrradmarke, über Zubehör und Trainingsgeräte sowie Technik, es war zwar nicht alles, aber sehr vieles vertreten.

Nach dem Erhalt der Startunterlagen (Boxen 19-21) und des Starterbeutels (Box 26) nutzte ich die verbliebene Zeit ein wenig über das Gelände zu schlendern und die Angebote der Aussteller zu studieren. Es waren auch interessante Angebote dabei, wie zum Beispiel die Trainingsrolle Tacx Flux für 499,- Euro zur Mitnahme oder ein Sattel von SQLab für 135,- Euro. 

Der Bereich nach der Start-/Ziellinie entlang der Strecke war den Dependancen der 24h-Teams vorbehalten. Bis zum Abzweig in Richtung Nordschleife reihte sich Team an Team, das sogenannte Fahrerlager, so dass schnell ein Urlaubs- bzw. Campingfeeling aufkam. 

Grüne Hölle

Kurz vor High Noon wurde es Zeit in den Startblock zu fahren. Die Organisation der Sortierung der verschiedenen Disziplinen war sehr gut und leicht verständlich. Um 12:30 h starteten die Teilnehmer des 150km-Rennens, gefolgt von uns um 12:34 h für die 75km-Strecke und im Anschluss das 25km-Rennen. Ganz zum Schluss wurde das 24h-Rennen gestartet.

Pünktlich um 12:34 h ging es für mich los. 
 
Die ersten zwei Kilometer nach dem Start ging es durch das Fahrerlager. Gefühlt fuhr ich über einen Campingplatz, wobei nahezu alle "Camper" Applaus spendeten. Großartig. 
Dann folgte der Abzweig zur Nordschleife, an der die Mountainbiker die Strecke verließen.

Dann kamen ca. 9 Kilometer mit einem regelrechten Wow-Geil-Effekt. Rasante Abfahrten, schnelle Kurven, steile Rampen. Das alles eingebettet in eine fantastische Landschaft. Als Krönung des Ganzen wartete ein Streckenabschnitt, der "Fuchsröhre" genannt wird. Hier sind Geschwindigkeiten über 80 km/h keine Seltenheit, ein paar Teilnehmer überspringen sogar die 100km/h-Marke. Bei mir war bei 83,3 km/h Ende, dann setzte doch das Kopfkino ein. Bei den eingestellten Fotos gibt es auch eins, bei dem angeblich 101 km/h gemessen wurde. Mein Garmin weiß davon nichts. 
Ungefähr bei Kilometer 11 (in Runde 2 bei Kilometer 38, in der dritten Runde bei Kilometer 60) beginnt der Anstieg. Jetzt wird die jeweils anstrengende zweite Hälfte jeder Runde eingeläutet. Auf den folgenden 5 km werden gut 300 HM erklommen. Zu Beginn ging es ganz moderat zum sogenannten Karussell, dann wurde es steil, richtig steil. Über die anfänglichen 4% - 5% konnte man noch lächeln, spätestens bei der Hohen Acht verging es mir. 17% in der Spitze, das war schon hart. Beim ersten Anstieg ging es noch ganz gut. Beim zweiten Anstieg sehr schleppend. Der dritte Anstieg wurde dann doch qualvoll. Jeder Tritt war eine Überwindung, ich dachte kurz, daß ich es nicht schaffe, aber dann war ich doch oben. Ein viertes Mal wäre ich definitiv nicht mehr aus eigener Kraft hochgekommen.
Nach der Hohen Acht ging es in Wellen zurück zum Motodrom. Aber auch diese "Hubbel" hatten es in sich. Allesamt kurze, aber steile Anstiege. Und jedesmal bei böigem Gegenwind. Der Döttinger Höhe folgte die lange Gerade nach Nürburg mit dem letzten kleinen Anstieg. Dann war das Motodrom erreicht und eine neue Runde begann.

Resumee

Letztendlich war es eine schönes und gelungenes Event. Ein Rennen, wie bei den übrigen Veranstaltungen ist es für mich nicht, da ich spätestens bei der zweiten Runde den Überblick über die Gruppen verloren habe. Schon bei dem ersten Anstieg wurde das Fahrerfeld regelrecht zerpflückt. 
Während der 75km waren viele Wetterbedingungen vertreten: der Start und die Abfahrten der ersten Runde erfolgten bei trockenen Bedingungen. Der erste Kletterabschnitt zur Hohen Acht sowie die daraufolgenden "Wellen" erfolgten bei Regen und Gewitter. Die Abfahrten der zweiten Runde nur bei Regen, aber nasser Fahrbahn und nun windigen Verhältnissen, danach riss der Himmel auf. Der Rest fand bei Trockenheit und warmen 26 bis 30 Grad statt. 
Insbesondere die zweite Runde zeigte, dass die Strecke (und auch der Radsport) sehr gefährlich ist. Und der Nürburgring zeigte mir, dass ich ein ganz miserabler Abfahrer bin. 
Caracciola-Karussell
Caracciola-Karussell
Blick von der Hohen Acht auf das Caracciola-Karussell
Blick von der Hohen Acht auf das Caracciola-Karussell
Geschwindigkeitsmessung auf dem Nürburgring
Geschwindigkeitsmessung auf dem Nürburgring
Runde zwei
Runde zwei
Abfahrt im Regen
Abfahrt im Regen
Klettern zur Hohen Acht
Klettern zur Hohen Acht
Klettern zur Hohen Acht
Klettern zur Hohen Acht
Übersichtsplan Nürburgring
Übersichtsplan Nürburgring

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Rund um Köln 2018

Prolog

Im Oktober 2017 traf ich einen meiner langjährigen  sowie sehr guten und engen Jugendfreunde wieder. Das Treffen kam bei der Party anlässlich des 50. Geburtstags eines weiteren meiner besten Freunde aus der Jugendzeit zustande. Ich will die beiden in der Folge mal Klaus und Thomas nennen, wobei Ähnlichkeiten mit tatsächlich lebenden oder real existenten Personen rein zufällig sind.

Wenn ich Jugendzeit sage, meine ich es auch so. Wir haben uns im Alter von ca. 12 - 13 Jahren kennengelernt und haben bis heute noch Kontakt zueinander, also seit fast 40 Jahren.

Klar, dass auf der Party, die für mich ein wenig zur Zeitreise wurde, der Alkohol in Strömen floss. Das Leben wurde gefeiert und die Begeisterung für alles war riesig. Und irgendwie ist es nur natürlich, dass meine allgemeine Begeisterung für den Radsport angesprochen wurde. Thomas war schon immer im Klassement der Mountainbiker unterwegs, Klaus reklamierte für sich die Teilnahme am Münsterland Giro. Und zack, war die Idee geboren: wir drei fahren zusammen in einem halben Jahr bei Rund um Köln - am 10.06.2018.

Wer ist eigentlich auf diese Schnapsidee gekommen? Keine Ahnung, aber Rund um Köln 2018 wird somit etwas ganz Besonderes für mich werden....

Vorbereitungen

Also wurden die beiden Jungs verpflichtet, sich auf das Rennen vernünftig vorzubereiten. Wobei ich bei einem der beiden arge Bedenken habe, ob dies auch wirklich geschieht, bzw. geschehen ist.

Natürlich setzt man sich auch gedanklich mit dem Vorhaben auseinander. Grundsätzlich fahre ich nur um "die Ehre" oder die Goldene Himbeere, wie jemand mal so treffend bemerkte.

Mein Anspruch des Vorjahres 2017 bleibt erhalten: unter 2 Stunden zu bleiben und mehr als die üblichen 15 Mitmachpunkte in der Altersklassenwertung zu erkämpfen.

Dieses Jahr bin ich und fühle mich wirklich sehr gut trainiert (trotz des Dämpfers am Feldberg in diesem Jahr).

Der Vorschlag einer Streckenbesichtigung wurde nur von einem der Jungs aufgenommen und am 21. April 2018 umgesetzt. Der andere glänzte in dieser Zeit nur mit markigen Sprüchen per WhatsAPP. Ich bin daher sehr gespannt, wie sich der Renntag für ihn gestalten wird. Bislang lebe ich in der Vorstellung, das Rennen mit einem untrainierten Fahrer starten "zu müssen", wobei jeder für sich alleine fährt. Im anderen Fall würde ich auch wahnsinnig werden.

Daher freue ich mich wahnsinnig auf das Rennen und bin mehr als nur gespannt.

Pre-Racing-Day

Am Samstag habe ich in Begleitung meiner Frau bei traumhaften Wetter die Startunterlagen für die Jungs und mich abgeholt. Ein kurzer Gang über das Gelände des Radsportfests am Harry-Blum-Platz verschaffte uns einen Überblick über das reichhaltige Angebot, welches deutlich über dem in Eschborn 2018 lag. Wer noch nicht mit Kleidung ausgestattet ist, oder noch auf der Suche nach einem Trikot ist, wird hier schnell fündig. Auch besteht die Möglichkeit, zu reduzierten Preisen eine Anmeldung zu weiteren Radrennen, wie z.B. Münsterland Giro 2018 oder Rad am Ring 2018, einzureichen.

Und dem Besucher offenbarte sich die überaus schöne Location des Kölner Rheinauhafen.

Das Rennen

Endlich ist es soweit. Es ist "racing day" und wir sind auf dem Weg in den Startbereich zu den Startblöcken. Wir schieben unsere Räder zum Startblock "C", zu dem der Zugang ohne Kontrolle möglich ist. Ich frage mich kurz, ob wir auch aus dem Block "B" hätten starten können. Wir stehen wegen der zeitlichen Enge zum Start sehr weit hinten im Block "C". Egal, dann wird das Feld eben von hinten aufgerollt.

Die einzelnen Startblöcke werden im Abstand von jeweils zwei Minuten in das Rennen geschickt, wir rollen um 11:04 h über die Startlinie und los geht's.

Unmittelbar hinter der Startlinie steht am rechten Rand ein Kollege, der mich erkennt und sehr nett anfeuert. Vielen Dank.

Dann geht es wie immer in sehr hohem Tempo (ca. 50 km/h) durch den Rheinufertunnel, über die Mülheimer Brücke und durch den Stadtteil Köln-Mülheim. Kurz darauf sind wir im Bergischen Land.

Der erste moderate Anstieg liegt in Schildgen. Dieser besteht aus zwei Rampen, die vom weiten steiler aussehen als sie tatsächlich sind. Der Anstieg wird mit Tempo 30 bewältigt.

Hinab durch eine Ebene und ich erreiche mit einem 40er Schnitt (!!!) Odenthal. Ab Odenthal beginnt "der Anstieg" nach Bechen. Der Anstieg besteht aus mehreren Steigungen, die u.a. mit 10%-Rampen recht steil sind. Auch diese werden mit über 20 km/h angegangen und zum Schluss mit für mich schnellen 15 km/h bewältigt. Es läuft richtig gut für mich. Schnell über den Rodenberg und wir sind in Bechen. Schanze und Spitze passiert und mit dem höchsten Tempo von ca. 70 km/h donnern wir hinunter zur Dhünn, um uns dem 18%igen Anstieg in Bergisch-Gladbach/Sand, zum Privathotel Bremer, zu stellen. Bei diesem hohen Tempo möchte ich mir gar nicht ausmalen, was alles passieren kann.

Aus dem hohen Tempo heraus geht es in eine enge rechtwinklige Kurve in den besagten Anstieg. Das Abbiegen ist mit einer deutlichen Reduzierung der Geschwindigkeit verbunden, worin u.a. eine der Schwierigkeiten des anstehenden Anstiegs besteht. Viele Teilnehmer waren nicht auf das Bremsen vorbereitet und entsprechend dick unterwegs. Das Knallen der Ketten bei den notwendigen Schaltvorgängen war deutlich zu hören. Eine weitere Schwierigkeit sind langsamere Teilnehmer, die sich links oder mittig der Straße aufhalten. Die rechte Straßenseite ist oftmals leer.

Der Anstieg zu dem Hotel wirkt ein wenig wie eine Mauer, so steil ist es. Gott sei Dank ist es nur ein kurzes Stück. Ein Steigen aus dem Sattel zeigte, dass der Hinterreifen kaum Haftung hatte und ich mit durchdrehenden Hinterreifen ins Leere trat. Also in den Sattel, Zähne zusammenbeißen und einfach treten. Dieser Streckenabschnitt ist sehr gut besucht. Viele, viele Zuschauer stehen am Streckenrand und feuern die Radfahrer an oder brüllen diese einfach nach oben. Herrlich!!!

Nach Bergisch-Gladbach/Sand kommt der für mich anstrengendste Streckenabschnitt. Nämlich die Anfahrt zum Schloss Bensberg. Anstrengend wegen der sehr steilen Rampen, die in das berüchtigte Kopfsteinpflaster münden. Allerdings gibt es auch hier jede Menge Motivation und Anfeuerung durch die vielen Zuschauer. Nach dem Kopfsteinpflaster ist das Schlimmste geschafft. Nun geht es in Wellen über Forsbach nach Rösrath. Nach Bensberg gilt es, eine gute Gruppe zu finden, um nicht allein zu fahren. Die "Bensberger Abfahrt" habe ich fast allein vorgenommen, dessen ungeachtet habe ich in 100 Meter Entfernung voraus eine größere Gruppe ausmachen können. 100 Meter können auch schon mal lang werden: mit einem enormen Kampfwillen habe ich zusammen mit zwei weiteren Fahrern den Anschluss geschafft, das Loch zugefahren wie man so schön sagt.

Mit Tempo 60 geht es zur Rösrather Strasse und mit 50 Sachen über die Rösrather Strasse zurück nach Köln. Die Kölner Ortsteile Rath/Heumar, Neubrück, Ostheim Vingst und Kalk fliegen förmlich an mir vorbei. Über den Deutzer Ring wird das Ende der 68-km-Runde eingeleitet.

Der Deutzer Ring ist die Zufahrt zur Severinsbrücke. Über diese Brücke erfolgt die Anfahrt zur Zielgraden. Auch diese wird mit Tempo 35 genommen, die Kurve zum Rheinufer in voller Fahrt. Anschließend suche ich mir einen schnellen Windschatten und aus diesem heraus überquere ich mit über 50 Sachen (in der Ebene) die Ziellinie.

Fazit

Tja, jetzt fragt sich natürlich jeder, was aus Thomas und Klaus geworden ist. Bei ihrem Rennen war ich nicht dabei. Aber die beiden haben mit einem respektablen Resultat die Ziellinie überquert. Und das Rennen hat beiden so großen Spaß gemacht, dass nächstes Jahr am 02.06.2019 eine Fortsetzung folgt. Chapeau!!! 

Im Ergebnis habe ich für die 68-km-Strecke 1:49:06 h benötigt, bei einer gefahrenen durchschnittlichen Geschwindigkeit von 37,8 km/h. Ich habe von 2069 Teilnehmern den Platz 453, in der Altersklasse sogar Platz 97 von 661 erreicht. Das stellt das für mich bislang beste Ergebnis bei Rund um Köln dar. Das hört sich erst einmal nach nichts an, aber es waren nur 21% der Teilnehmer insgesamt schneller, in der Altersklasse habe ich mich sogar im oberen Sechstel einsortiert.

Dieses sehr gute Ergebnis habe ich auch deswegen erzielt, weil ich meinem Hobby ausgiebig frönen kann und dies auch mitgetragen wird.

Für das Mittragen und das Frönenlassen danke ich insbesondere meiner Frau!!!

Radsportfest mit Domblick
Radsportfest mit Domblick
Abholen der Startunterlagen
Abholen der Startunterlagen
Rheinauhafen Köln
Rheinauhafen Köln
Startunterlagen
Startunterlagen
Startaufstellung
Startaufstellung
Trio Infernale
Trio Infernale
Einschreibkontrolle Katusha Alpecin
Einschreibkontrolle Katusha Alpecin
Kurbelgranaten im Startblock
Kurbelgranaten im Startblock
Schildgen
Schildgen
Anstieg in Bergisch-Gladbach/Sand
Anstieg in Bergisch-Gladbach/Sand
Kopfsteinpflaster Schloß Bensberg
Kopfsteinpflaster Schloß Bensberg
Severinsbrücke
Severinsbrücke

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Eschborn-Frankfurt 2018

Meine diesjährige Frühjahrsvorbereitungen waren in Gänze auf den anstehenden Radklassiker in Frankfurt ausgerichtet. Bereits im vergangenen Jahr 2017 präsentierte sich der traditionsreiche Radklassiker im neuen Gewand. Die Aufnahme in den World-Tour-Kalender sowie die Anpassung der Strecken veränderten das Rennen vollständig, auch die der Jedermänner. Das hatte ich im letzten Jahr in Form der "Feldberg-Bezwingung" zu spüren bekommen. Daher bereitete ich mich im Frühjahr 2018 mit der Vorstellung, wieder über den Feldberg zu fahren, vor. Allerdings hatte ich bei der Anmeldung bereits bemerkt, dass die 80-km-Distanz nicht (mehr) angeboten wurde, stattdessen standen u.a 50 km oder 90 km zur Auswahl. Daher entschied ich mich für die 90 km, die identisch mit der im Vorjahr angebotenen 80-km-Strecke war, es wurde "nur eine kleine Schleife" hinzugefügt. Diese kleine Schleife sollte für mich eine böse Überraschung werden

Frohen Mutes ging es in Begleitung meiner Frau bereits am Vortag nach Eschborn. Die Startunterlagen waren in diesem Jahr ein wenig anders gestaltet. Mit der Startnummer wurde erstmals ein in der Startnummer integrierter "Einmal-Transponder" ausgegeben. Perfekt.

Der ausgegebene Startbeutel in Eschborn-Frankfurt ist nach meiner Ansicht übrigens jedes Mal der beste Startbeutel, den ich bislang erhalten habe: neben wirklich nützlichem Inhalt, wie z.B. ein Schlauchtuch, ist auch immer ein witziges Gimmick enthalten: diesmal war es ein Bremslicht von Sigma.

Die Wetteraussichten für den Renntag waren ebenfalls deutlich besser, als im Vorjahr. Trockenes und frisches, aber windiges Wetter versprach die Wetter-APP.

Die Vorhersagen hielten.

Startschuß

Bei kühlen 8 Grad fiel pünktlich um 08:45 h der Startschuß. Nach Ausfahrt aus dem engen Startbereich ging es im schönen Stadttrikot Bornheim zügig und im hohen Tempo nach Frankfurt. Zeitweise las ich von meinem Garmin Edge 810 eine gefahrerene Geschwindigkweit von 55 km/h ab. Hammer. Allerdings kam der teils kräftige Wind von hinten. Die Fahrt auf meinem Canyonbike durch das Frankfurter Bankenviertel war wie immer beeindruckend. Die Innenstadt ist bereits am frühen Morgen mit Zuschauern, die freundlichen Applaus gaben, belebt. Vorbei an der Alten Oper, die das Ziel der Profis ist, ging es in den Taunus. Jetzt mit Gegenwind.

Ich fand eine gute Gruppe und hatte ein gutes Gefühl für das Rennen. Bis Frankfurt hatte ich mich von Gruppe zu Gruppe vorgearbeitet. Kurz vor Bad Homburg entschied ich mich, aus meiner "gefundenen" Gruppe auszureißen um eine weiter vorrausfahrende Gruppe zu erreichen. Das hätte ich besser gelassen. Ich erreichte die Gruppe zwar, hatte allerdings anschließend das Gefühl, ein wenig übertrieben zu haben. Bis zu diesem Zeitpunkt wies mein Garmin ein gefahrenes Stundenmittel von 37,8 km/h aus. Sehr guter Wert.

Teampräsentation

Während ich auf den Weg zum Feldberg war, vertrieb sich meine Frau auf dem Veranstaltungsgelände ein wenig die Zeit. In dieser Zeit fand u.a. das Einschreiben der Elite mit anschließender Teampräsentation statt. Von der Präsentation hat meine Frau schöne Fotos gefertigt.

Der Große Feldberg

Nach Durchfahrt des Ortes Oberursel ging es durch das "Tor zum Feldberg". Das ist meine persönliche Bezeichnung und markiert am Kreisverkehr Hohemarkstrasse/L 3004 genau den Beginn der Klettersequenz. Ab hier mussten 554 HM auf 11,04 km zum "Gipfel" des Großen Feldberges bewältigt werden. Die ersten 5 km bis zur "Schleife" waren noch sehr moderat, dann kamen knüppelharte 6 km. Irgendwo zwischen 5% und knappen 10%-Steigungen, wobei mit zunehmender Höhe die Steigung ebenfalls zunahm. Mit jedem Meter brannten die Beine mehr, die gefahrene Geschwindigkeit sank auch rapide. Während des gesamten Anstieges wurde ich gefühlt von allen Teilnehmern überholt. Mir wird es immer ein Rätsel bleiben, wie es einige schaffen, in einem so hohen Tempo den Berg zu erklimmen.

Während des Antiegs machte sich nach und nach mein Rücken bemerkbar. Es wurde letztendlich so schmerzhaft, dass ich kurz vor der Aufgabe stand.

Irgendwie erreichte ich mit zusammengebissenen Zähnen den Gipfel (ich zog innerlich den Hut vor den Profis, die während der Tour deutlich schwierigere Anstiege zu bewältigen haben) und nun ging es auch genauso steil wieder bergab. 

Während der Abfahrt machten sich nun beide Oberschenkel mit starken und schmerzhaften Krämpfen bemerkbar. Ein Innehalten der Pedalbewegung führte sofort zu einem Krampf des gesamten Oberschenkelmuskels. Also trat ich einfach weiter in die Pedale und hoffte darauf, dass der Krampf sich löste. Und es ging ja bergab, wobei nur noch 30 km Strecke vor mir lag. Allerdings war bei Tempo 70 km/h ein Krampf beider Oberschenkel nicht dazu angetan, die Abfahrt zu genießen.

Ruppertshain

Der Hammer kam allerdings nur ein wenig später. Bei km 66 ging es kurz vor Ruppertshain an die zweite Bergwertung (eingangs erwähnte böse kleine Überraschung), die es im vorherigen Jahr nicht gegeben hat: nur 1,2 km, dafür allerdings mit in der Spitze 15,4% steilen Steigung. Wie eine Mauer ragte der Weg regelrecht vor mit auf. Nun war Feierabend mit den Beinen. Mit je einem schmerzhaften Vollkrampf in den Beinen musste ich anhalten und die Beine entkrampfen. Es ging einfach nicht mehr. Nach ca. 4 Minuten fuhr ich weiter, allerdings war auch mein Akku leer. Den restlichen Anstieg habe ich irgendwie geschafft, ebenso wie ich irgendwie das Ziel erreicht habe, immerhin noch mit einem 35er Schnitt auf den letzten 20 km!!!. Allerdings war selbst der letzte Mini-Anstieg in Kelkheim eine reine Qual.

Fazit

Ich habe trotz der Schwierigkeiten im Schnitt besser als im Vorjahr abgeschnitten, ich fühlte mich auch besser trainiert und vorbereitet.

Von 1333 Teilnehmern habe ich Platz 381 erreicht, in meiner Altersklasse Platz 85 von 380. Das Stundenmittel von 29,2 km/h ist zwar nicht berauschend, aber in Eschborn wird wohl auch ein Mittel von über 30,0 km/h für mich nur schwer zu erreichen sein. Bis zum kommenden Jahr wird der Rücken ebenfalls seine Trainingseinheiten bekommen. Es wird dringend Zeit.

EIne kleine Geschichte aus dem Leben: nach Abreise mussten wir auf dem Weg zur Autobahn einige Minuten an einer Strassensperre (Radrennen der U23) auf die Freigabe durch die Polizei warten. Nach erfolgter Freigabe sprang das Auto (wegen defekter Batterie) trotz Starthilfe nicht mehr an. Der ADAC konnte uns ebenfalls wegen der errichteten Sperren nicht erreichen, so dass wir die Durchfahrt der Elite noch in Eschborn erleben durften. Anschließend machte der ADAC uns wieder flott und Eschborn-Frankfurt 2018 war dann doch Geschichte.

Insgesamt bleibt Eschborn-Frankfurt für mich eine große Herausforderung, der ich mich auch zukünftig stellen werde!!!

Bora hansgrohe mit P. Ackermann (1.v.l.) und E. Buchmann (2.v.r.)
Bora hansgrohe mit P. Ackermann (1.v.l.) und E. Buchmann (2.v.r.)
UAE Emirates mit A. Kristoff (1.v.r.)
UAE Emirates mit A. Kristoff (1.v.r.)
Sunweb mit M. Matthews (1.v.l.) und M. Wahlscheid (1.v.r.)
Sunweb mit M. Matthews (1.v.l.) und M. Wahlscheid (1.v.r.)
Katusha mit R. Zabel (1.vl.)
Katusha mit R. Zabel (1.vl.)
M. Kittel
M. Kittel
"La Hanka"
"La Hanka"
unmittelbar nach dem Startschuß
unmittelbar nach dem Startschuß
Bad Homburg
Bad Homburg
Zieleinfahrt
Zieleinfahrt
Zielfoto
Zielfoto

alle Teilnehmer-Fotos wurden von der Bildageentur SportOnline gefertigt

 

weitere Fotos unter auf meiner Fotoseite


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Mallorca's calling

Die Erinnerungen an Mallorca 2017 sind immer noch frisch und vor allem präsent. Daher war es einfach, die Planungen für 2018 kurzfristig und sehr kurzentschlossen in die Hand zu nehmen. Der Gewinn eines Reisegutscheins, welchen wir für den vor uns liegenden Aufenthalt einlösen konnten, hat ein wenig zur Kurzentschlossenheit beigetragen.

Die Planungen für Mallorca 2018 konnten somit beginnen, wahrscheinlich auch ohne Gutschein.

Der Aufenthalt auf Deutschlands beliebtester Insel hat meiner Frau und mir im vergangenen Jahr hervorragend gefallen.

Grundsätzlich stand ich im vergangenen Jahr vor der Frage, wie ein Radsportulaub auf Mallorca am besten zu planen ist. Individuell oder pauschal?

Gegen individuell sprach zum einen, dass ich als Einzelfahrer mit Familie nach Mallorca kam. Die Familie hat natürlich Interesse an Mallorca, aber nicht am Radsport.

Wegen der "fehlenden" Radsportfreunde (mein Grupetto trifft sich jährlich in den belgischen Ardennen) sowie der fehlenden Ortskenntnis auf Mallorca kam für mich eine individuelle Planung nicht in Frage.

Gegen pauschal sprach für mich, dass ich im Grunde Individualist bin und keine Lust habe, mich im Outfit der Marktführer als einer von vielen (einer von vielen bleibt natürlich) über die Insel zu bewegen.

Also musste ich eine Art Lösung finden, bei dem alle Interessen berücksichtigt wurden.

Fündig wurde ich bei Diana Sportreisen, einem Reisebüro in Gescher. Die Entscheidung erwies sich fürt mich als goldrichtig.

Als Mitglied einer Radsportgruppe rate ich unbedingt zu einer individuellen Planung, insbesondere wenn ortskundige Radsportler mit von der Partie sind.

Die Rahmenbedingen sind einfach fantastisch und auch identisch mit denen des Vorjahres: der gleiche zuverlässige Veranstalter (Diana Sportreisen), das gleiche schöne Hotel (Oleander) in Palma de Mallorca, und sehr wahrscheinlich auch der gleiche Tour-Guide. Es kann somit nur wieder grandios werden.

Der Veranstalter Diana Sportreisen ist ein kleiner individueller Anbieter, der sich nicht mit Hürzeler Reisen oder bikefriends Schon vergleichen lässt. Statt Massentourismus setzt Diana Sportreisen auf individuelle Betreuung. Sehr empfehlenswert.

Allein bei dem Gedanken an die Baleareninsel wird mir schon ganz warm um's Herz. Es ist natürlich klar, dass ich nach Mallorca komme,

  • um Sommer und Erholung mit der Familie zu genießen
  • um bereits früh im Jahr dem heimischen nasskalten Wetter zu entfliehen,
  • sowie ein wenig Sonne zu tanken

Und natürlich die sportliche Vorbereitung auf die anstehende Rennsaison 2018 nicht zu vergessen.

Natürlich ruft das Tramuntana-Gebirge mit seinen fantastischen Anstiegen und traumhaften Strecken. Der Anstieg nach Sóller war im vergangenen Jahr einfach grandios. Vielleicht schaffe ich es im diesem Jahr zum Kloster Lluc.

Eins muss ich aber an dieser Stelle betonen: auch die Erholung mit der Familie und der mediterrane Lifestyle an der Promenade, der köstliche Sangria, die Sonne, das Meer und der Strand sind einfach Balsam für die Seele und den Körper.

Alles in allem bietet Mallorca Wellness pur. Herrlich. Und letztlich bin ich dankbar, so etwas Wundervolles mit meiner Frau und der Familie erleben zu dürfen.


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Planung Radsporttermine 2018

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Auf das Jahr 2017 blicke ich gerne zurück, da es viele schöne Radsportmomente gegeben hat. Und bei den vielen Unternehmungen werde ich von meiner wunderbaren Frau ❤️ begleitet, die mich unermüdlich anfeuert und immer wieder motiviert. 

Die Radsportmomente 2017 waren zum Beispiel unser (Radsport)Urlaub auf Mallorca, die erfolgreiche "Feldbergbesteigung", Trainingslager in den Ardennen sowie viele schöne Radrennen, an denen ich teilweise zum ersten Mal teilgenommen habe.

Am Ende eines Jahres ist es immer an der Zeit, sich über das kommende Jahr Gedanken zu machen. Einige Termine sind in meinen Kalender inzwischen als fester Bestandteil integriert. Wie zum Beispiel Eschborn/Frankfurt, Rund um Köln oder Münsterland Giro.

 

Rund um Köln 2018 wird für mich ein besonderes Rennen: nach bisherigen Planungen werde ich das Rennen mit zwei meiner besten Jugendfreunde bestreiten. Darauf freue ich mich ganz besonders.

 

Für 2018 sind bislang folgende Termine geplant:

Das sind diesmal 4 Starts beim German Cycling Cup. Als Jahresziel 2018 habe ich für mich das Erreichen der Punktzahlen von 2017 formuliert.

Wenn dann noch Zeit bleibt, schaue ich mal bei den regionalen Rennen mit einer Tageslizenz vorbei. Vielleicht...